"Noch dubioser erscheint der Fall einer sogenannten Schuldnergemeinschaft im Bezirk Neusiedl. Was sich dahinter verbirgt, ist unklar. Dennoch fließen mehr als eine Million Euro Agrarförderung in den Betrieb", wettert Manfred Kölly von der Liste Burgenland. Er befürchtet, dass dies nur die Spitze des Eisberges sei, und will dem Missbrauch von Zuschüssen einen Riegel vorschieben.
Kölly knüpft an der SPÖ-Kritik an: "Es kann nicht sein, dass die Großen kräftig abkassieren, während Kleinbauern immer weniger Unterstützung erhalten und zunehmend unter der Bürokratie leiden." Nutznießer seien auch jene, die ihre Äcker zurückgegeben haben, dafür jedoch bis 2013 noch Finanzhilfe aus Brüssel einstreifen.
Die Liste Burgenland tritt für mehr Fairness ein. Demnach solle künftig nicht die Größe der Agrarfläche, sondern der Wert des Produktes als Bemessungsgrundlage für Subventionen dienen.
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