"Wir fordern seit Jahren eine Änderung in der Agrarpolitik. Denn gerechte Förderung bedeutet nicht den Grundbesitz zu fördern, sondern den Arbeitseinsatz", so Loos. Und er untermauert seine Kritik mit Zahlen. "2009 wurden 6.920 landwirtschaftliche Unternehmen gefördert. Fast die Hälfte erhielten weniger als 5.000 Euro. Ein Prozent der Betriebe dagegen erhielt mehr als 100.000 Euro." Die Einführung einer Obergrenze könne dabei helfen, dieses Ungleichgewicht zu beseitigen. "Denn das Bauernsterben muss gestoppt werden", fordert Loos.
Falb-Meixner verteidigt geltendes System
Heftige Kritik an dem Aufregerbuch kommt naturgemäß aus den Reihen der VP. Landesrat Werner Falb-Meixner etwa verteidigt das geltende System: "Es handelt sich um eine Flächenförderung. Das ist zum Schutz der Umwelt eine gerechte Förderung, weil nicht ein Maximum an Ertrag, sondern ein Maximum an Leistung unterstützt wird", so der VP-Mandatar. Auch seine Familie gehört zu den Nutznießern des Systems. Seine Frau führt derzeit gemeinsam mit dem Sohn den Betrieb, an den im Vorjahr über 60.000 Euro Förderungen ausbezahlt wurden...
von Sabine Oberhauser, Kronen Zeitung
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