Brandbomben

Spuren nach Phosphor-Alarm führen zu Tauchern

Kärnten
01.09.2010 09:08
Eineinhalb Wochen nach dem spektakulären Granaten-Fund nahe Klagenfurt läuft die Suche nach dem Bombenbastler weiter auf Hochtouren! Ein Polizist spricht von mehreren Spuren, denen nun nachgegangen wird. Eine davon führt zu den Tauchern, die in Kärntens Seen auf die Suche nach Kriegsrelikten gehen: "Die gefährlichen Phosphorgranaten greift aber normalerweise niemand an!"

Die Brandgranaten, wie sie in dem Teich nahe der Südautobahn gefunden wurden, sind selbst für die erfahrensten Taucher ein Tabu. Die Dämpfe sind hochgiftig, die Brandwirkung ist verheerend. "Jetzt stellt sich die Frage, wer dieses enorme Risiko eingegangen ist, die Granaten zu bergen. Und, was derjenige damit vorhatte, bevor er die Granaten in Containern verpackt und im Teich deponiert hat", sagt ein Polizist.

Denn zwei der vier Container, die mehrere Jahre alt sein dürften, wurden professionell wieder verschlossen, nachdem sie mit den Granaten bestückt worden waren. Plante der Bastler etwa doch, sie als Brandbomben einzusetzen? Ermittelt wird in alle Richtungen. Es gebe mehrere Spuren, denen derzeit nachgegangen werde, heißt es.

Der Fall erinnert jedenfalls daran, wie viele Kriegsrelikte noch in den Kärntner Seen schlummern. Der Entminungsdienst birgt jedes Jahr 35 Tonnen Waffen und Munition aus den Seen.

von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"

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