Wildschweine:

Land dämmt die Gefahr von Tierseuchen ein

Burgenland
09.06.2020 07:34
Porträt von Niederösterreich-Krone
Von Niederösterreich-Krone

11.000 Wildschweine tummeln sich in den Wäldern des Burgenlandes - so viele wie vor 15 Jahren in ganz Österreich. Europaweit steigt ihre Zahl extrem an, und damit die Gefahr von Tierseuchen. Mit einem ganzen Maßnahmenpaket soll Problemen vorgebeugt werden.

Wo gestern noch Blumen blühten und der Rasen gepflegt war, ist heute ein Bild der Verwüstung - immer öfter machen sich Schwarzkittel über Gärten und Sportplätze her. Dazu kommt die Afrikanische Schweinepest, die sich nun in Ungarn, Rumänien und Polen ausbreitet. „Die Gefahr einer Einschleppung steigt“, warnt Landesrätin Astrid Eisenkopf. Nach Expertengesprächen legte sie einen Aktionsplan vor. Empfohlen ist eine gezielte Bejagung. Gleichzeitig soll Wild vermehrt auf dem Speiseplan stehen.

Der Einsatz von Nachtsichtgeräten wird abgelehnt. Veterinärdirektorin Yvonne Millard: „Ein Wildschwein ist so schlau, dass es seine Verhaltensweise ändert und sich am Tag bewegt, wenn es in der Nacht bejagt wird. Und auf verstärkte Jagd reagieren die Tiere instinktiv mit mehr Nachwuchs.“

Karl Grammer, Kronen Zeitung

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