23.05.2020 10:21 |

4600 Todesopfer

Erstmals keine Corona-Neuinfektionen in China

China hat offiziellen Angaben zufolge erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie keine neuen Infektionen mit dem Virus verzeichnet. Am Freitag habe es keine Neuinfektionen gegeben, teilte die Nationale Gesundheitskommission (NHC) am Samstag mit. Am Donnerstag waren es noch vier gewesen.

Die Zahl der bestätigten Fälle beläuft sich auf insgesamt 82.971. Die der offiziell gemeldeten Todesopfer blieb unverändert bei 4634. Das liegt deutlich unter der Opferzahl in wesentlich kleineren Ländern. In China leben 1,4 Milliarden Menschen.

Mehr als 300.000 Todesfälle weltweit
In der Provinzhauptstadt Wuhan waren Ende 2019 die ersten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bekanntgeworden. Sie und die gesamte Provinz Hubei waren wochenlang vom Rest des Landes abgeriegelt worden, um die Epidemie einzudämmen. Diese hat sich dann zu einer Pandemie entwickelt: Der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität zufolge gibt es mittlerweile weltweit mehr als 5,2 Millionen bekannt gewordene Infektionen und mehr als 338.000 Todesfälle.

Vom Verursacher zum Gewinner der Pandemie?
China benutzt die von der Stadt Wuhan ausgehende Corona-Krise, um „auf dem langen Marsch an die Spitze der globalen Weltordnung kräftig voranzukommen“, ist sich ein Korrespondent des „Spiegel“ in Peking sicher.

Hintergrund ist der Milliardencoup des chinesischen Staatschefs Xi Jinping auf der (virtuellen) Jahresversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dort versprach er der Welt „zwei Milliarden Dollar innerhalb von zwei Jahren“, während US-Präsident Donald Trump der WHO den Krieg erklärt hat, denn sie sei „eine Marionette Chinas“.

Land stehe weiter vor „enormen Herausforderungen“
Die Nachricht, dass es keine Neuinfektionen gebe, erfolgte am zweiten Tag des Nationalen Volkskongresses, zu dessen Auftakt am Freitag Ministerpräsident Li Keqiang bereits „wichtige strategische Errungenschaften in unserer Antwort auf Covid-19“ erklärt hatte. Dennoch stehe das Land weiter vor „enormen Herausforderungen“.

Vorwurf der Vertuschung
Die Jahrestagung des Volkskongresses war wegen der Corona-Krise von - wie üblich März - auf Mai verlegt worden. Vor allem die USA werfen Peking vor, das wahre Ausmaß der Epidemie zu Beginn vertuscht und so die weltweite Ausbreitung der Krankheit ermöglicht zu haben.

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