17.05.2020 13:24 |

Neue Studie

Hat Mensch Virus auf Wuhan-Markt eingeschleppt?

Seit sich das neuartige Coronavirus erst rasant in China, dann auf der ganzen Welt ausgebreitet hat und dies weiterhin tut, wird gerätselt, woher der Erreger überhaupt stammen könnte. Die Vermutung bislang: Das Virus sei von einem Markt in Wuhan von einem lebenden Wildtier auf den Menschen übergesprungen. Biologen lassen jetzt jedoch mit einer neuen Theorie aufhorchen: Sie nehmen an, dass ein Mensch den Erreger dort eingeschleppt habe, denn dieser sei für „die Übertragung auf den Menschen voradaptiert“ gewesen.

Für die Untersuchung verglichen die Biologen des Broad Institute und der University of Britisch Columbia genetische Proben von Covid-19-Patienten mit jenen der SARS-Epidemie von 2002 bis 2004, bei der das Virus ebenfalls von Fledermäusen auf den Menschen übergesprungen war. Die überraschende Erkenntnis: Das neuartige Coronavirus ist jenem der Spätphase der Epidemie aus dem Jahr 2003 sehr ähnlich.

Dies veranlasste die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass „die öffentlich verfügbaren genetischen Daten nicht auf eine artenübergreifende Übertragung des Virus auf dem Markt hindeuten“. SARS-CoV-2 soll demnach von einem Menschen auf den Wildtiermarkt eingeschleppt worden sein.

Trump übte Kritik an China im Umgang mit der Epidemie 
Die Suche nach dem Ursprung des Erregers gewann auch deshalb an Bedeutung, da US-Präsident Donald Trump davon überzeugt ist, das Virus entstamme einem Forschungslabor in der Millionenmetropole Wuhan.
Er warf China vor, nicht genug getan zu haben, um die Epidemie rechtzeitig einzudämmen. Der Handelsberater von Trump, Peter Navarro, vermutet sogar, dass das Virus diesem Labor „erschaffen“ worden sei. Wissenschaftler halten es für viel wahrscheinlicher, dass SARS-CoV-2 natürlichen Ursprungs ist.

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