19.05.2020 08:23 |

Sechs-Milliarden-Deal

Italien knüpft Fiat-Staatshilfen an Bedingungen

Italien stellt dem Autohersteller Fiat Chrysler klare Bedingungen für milliardenschwere Staatshilfen. Der italienisch-amerikanische Konzern mit Hauptsitz in den Niederlanden müsse mit den Staatshilfen Investitionen in Italien garantieren und auf jegliche Form von Delokalisierung verzichten, sagte Italiens Wirtschaftsminister Roberto Gualtieri.

Laut dem Minister für Süditalien, Giuseppe Provenzano, muss Fiat Chrysler den Erhalt der Arbeitsplätze in den italienischen Standorten garantieren. Angesichts der Fusionspläne Fiats mit dem französischen Autokonzern PSA (Peugeot) sei es wichtig, dass Italien kein Nachteil entstehe.

Staatliche Garantien für Kreditlinie
Fiat Chrysler bestätigte Verhandlungen mit der Regierung in Rom. Es geht demnach um staatliche Garantien für eine dreijährige Kreditlinie über 6,3 Milliarden Euro. Der Autokonzern unterstrich, das Geld solle dazu eingesetzt werden, die Fabriken in Italien wieder auf Touren zu bringen und die dortigen Zulieferer zu bezahlen.

Das Unternehmen beschäftigt in Italien rund 55.000 Mitarbeiter. Zudem sind zahlreiche Zulieferer und Autohändler von Fiat Chrysler abhängig. Nach Angaben des Unternehmens trägt die Autobranche 6,2 Prozent zur Wirtschaftsleistung bei.

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