18.05.2020 18:32 |

„Besser als erwartet“

Schul-Neustart: Rückkehr mit großer Disziplin

Zum ersten Mal seit neun Wochen läuteten die Schulglocken am Montag auch wieder für alle Sechs- bis 14-Jährigen an den Volks-, Sonder- und Neuen Mittelschulen sowie AHS-Unterstufen - oder besser gesagt für die Hälfte der 700.000 Schüler in diesem Alter. Mit großem Bauchweh sahen viele Eltern, Lehrer und Direktoren dem Schulstart der jüngeren Schüler entgegen - an der Praxistauglichkeit der Abstands- und Hygieneregeln hatten einige ihre Zweifel. Die „Krone“ begleitete auch zwei Familien in Hallein bei Salzburg und in Wien am ersten Schultag.

Zumindest am ersten Schultag war die Disziplin, sich an die Corona-Regeln zu halten, groß. Vor und an den Schulen freuten sich Schüler und Lehrer über das Wiedersehen und damit einen Hauch von Normalität. „Besser als erwartet“, „sehr diszipliniert“ und „absolut unkompliziert“ - so beschreiben mehrere Lehrer und Direktoren den Verlauf des ersten Schultages. Befürchtete Staus bei der Ankunft, Probleme beim Maskentragen oder Händewaschen waren zumindest an diesem besonderen Tag kaum ein Thema.

Teils kreative Markierungen vor dem Schulgebäude
Damit in der Früh nicht alle gleichzeitig durch das Schultor drängen, gab es an etlichen Schulen teils kreative Markierungen vor dem Schulgebäude, auf denen die Kleinen geduldig gewartet haben. Bis auf wenige Ausnahmen sind jene Kinder, die aufgrund des Zwei-Schicht-Betriebes am Montag in die Schulen kommen sollten, eingetrudelt. Die meisten von ihnen hatten auch eine Maske dabei. Die größte Herausforderung ist freilich die Einhaltung der Ein-Meter-Abstandsregel.

Als großen Wermutstropfen empfinden viele, dass es bis Schulschluss kein Turnen, Singen, keine Ausflüge und Veranstaltungen geben wird. Und dass es bis dahin für jedes Kind nur noch rund 15 reguläre Schultage sind.

Unser erster Tag zurück in die Schule
Ein erster Schultag der anderen Art: Die „Krone“ stattete Familie Breuss aus Hallein bei Salzburg am Montag einen frühmorgendlichen Besuch ab. Für den achtjährigen Simon änderte sich zumindest an der Morgenroutine wenig: „Zum Frühstück esse ich eigentlich immer einen Obstsalat und ein Marmeladenbrot“, erzählte der Salzburger.

Sein 13-jähriger Bruder Luka musste schon früh aus dem Haus, Simon hatte noch Zeit, sich die passenden Schuhe herauszusuchen. „Ich weiß genau, welche ich für den ersten Schultag nehme“, rief der Kleine seiner Mama Kirsten zu. Da sein bester Freund Paul in einer anderen Gruppe ist, begleitete Kirsten ihren Sohn in die Volksschule. Maske rauf, ein letztes Winken in Richtung Mama, und schon verschwand Simon durch das Schultor.

Ungewohnte Routine im neuen Schulalltag
Lokalaugenschein bei der fünfköpfigen Familie Breitmeyer aus Wien Leopoldstadt. Die „Krone“ ist beim Start in den neuen Schulalltag live dabei. Zur ungewohnten Routine gehören für Ferdinand (9), Leopold (11) und Helena (13) nun ein Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel in der Schultasche. 
„Wir sind am Wochenende alles durchgegangen. Ich habe einen Plan bekommen, welchen Weg ich zur Klasse nehmen soll“, erzählt Nesthäkchen Ferdi, ein Drittklassler.

Sein Bruder Leopold freut sich, endlich seine Freunde an der AHS Wien West wiederzusehen. Mit den Händen einschlagen geht zwar nicht, aber ein cooler Corona-Fußgruß ist schnell einstudiert.

Während die Buben vom Papa zu ihren Schulen gefahren werden, macht sich Helena mit den Öffis auf den Weg. Mit zur Kleidung passender Maske.

Kronen Zeitung

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