09.05.2020 12:18 |

Staatliche Garantie

EU-Kommission will Reisegutscheine absichern

Die EU-Kommission fordert eine staatliche Absicherung für Verbraucher, die während der Coronavirus-Krise Gutscheine statt Geld als Erstattung für eine abgesagte Reise akzeptieren. Das geht aus einem Strategiedokument der EU-Behörde hervor. Bisher hatte die EU-Kommission lediglich eine Gutscheinlösung auf freiwilliger Basis angedacht. Die deutsche Regierung übte jedoch Druck aus und möchte es den Unternehmen ermöglichen, nur noch Gutscheine auszustellen.

Die Kommission will am Mittwoch Richtlinien und Empfehlungen zur schrittweisen Aufhebung der Grenzkontrollen in der Gemeinschaft, der Wiederaufnahme von Reisen und der Wiederbelebung des Tourismus vorstellen. Bisher müssen Fluggesellschaften und Reiseunternehmen ihren Kunden den Reisepreis im Falle einer Absage erstatten.

Komplette Tourismus-Industrie am Boden
Deutschland und andere Staaten haben sich jedoch dafür eingesetzt, diese Vorschrift auszusetzen, da die komplette Tourismus-Industrie wegen der Pandemie zusammengebrochen ist. Die Länder setzten sich dafür ein, den ums Überleben kämpfenden Anbietern die Ausgabe von Gutscheinen zu ermöglichen. Die EU lehnte dies bisher ab.

Gutscheine sollen für Kunden attraktiver werden
Die Europäische Union verlangte von den Reiseunternehmen stattdessen, die Gutscheine attraktiver zu machen, damit die Kunden sie freiwillig akzeptieren. „Um den Reisenden Anreize zur Annahme von Gutscheinen statt Erstattungen zu bieten, sollten die Gutscheine gegen eine Insolvenz des Anbieters abgesichert und eine Erstattung garantiert werden, falls sie in einer bestimmten Frist nicht eingelöst werden“, heißt es in dem Entwurf. Dies müsse auf der Ebene der Nationalstaaten geschehen.

Falls Sie Ihre Reise stornieren möchten und dazu Fragen haben, finden Sie hier viele nützliche Antworten.

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