04.04.2020 09:03 |

Projekt SmartBra

Von Studenten entwickelter BH erkennt Brustkrebs

Einen intelligenten BH, der Krebserkrankungen bereits frühzeitig erkennen soll, haben Studenten an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) in der Schweiz entwickelt. Sie arbeiten jetzt mit einem Start-up-Unternehmen zusammen, schon 2021 soll die Erfindung auf den Markt kommen.

Das SmartBra-Projekt sei im Rahmen eines Wettbewerbs für Studenten entstanden, teilte die EPFL am Freitag mit. „Das Ergebnis ist so überzeugend, dass die Gewinner (Bild unten) das Abenteuer mit dem Neuenburger Start-up-Unternehmen IcosaMed fortsetzen werden“, heißt es in der Mitteilung.

System arbeitet mit Ultraschallwellen
Im Gegensatz zu bestehenden Lösungen, die mit Strahlung arbeiten, basiert die von IcosaMed entwickelte Technologie laut EPFL auf Ultraschallwellen, mit denen man Ultraschall-Scans durchführt. Die Ultraschallwellen werden von Sensoren erzeugt, die mit erneuerbarer Energie arbeiten. „Das Prinzip besteht darin, Elektrizität zu erzeugen, indem Druck auf ein piezoelektrisches Material ausgeübt wird“, heißt es auf der EPFL-Website.

Kontrolle während Brustkrebs-Erkrankung
Der SmartBra richtet sich zunächst an Frauen, bei denen Krebs diagnostiziert wurde, um die Kontrolle zu gewährleisten. In einer zweiten Phase soll das Produkt auch von Frauen mit einem als gefährdet geltenden Genpool verwendet werden können. Ziel ist aber, den intelligenten BH allen Frauen anzubieten.

SmartBra soll 2021 auf den Markt kommen
„Wir sind derzeit auf der Suche nach Geldgebern“, sagt Max Boysset, Chef und Gründer von IcosaMed. Insgesamt werden vier Millionen Franken benötigt: 1,5 Millionen für die Fertigstellung des ersten Prototyps und 2,5 Millionen für die Vermarktung des ersten SmartBra. Wenn alles klappt, könnte das Produkt 2021 auf dem Markt erhältlich sein.

Laut EPFL könnten diese intelligenten BHs in den kommenden Jahren zu anderen Produkten (Slips, Shirts) führen, um verschiedene Krebsarten zu erkennen und zu verhindern.

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