Am Dienstag zählte Seibersdorf in Niederösterreich mit 35,7 Grad zu den heißesten Orten Europas. Die 30-Grad-Marke wurde von Tirol bis ins Nordburgenland neuerlich überschritten, nur in Vorarlberg blieb es mit Werten zwischen 25 und 29 Grad verhältnismäßig kühl. Seit Tagen gelangt subtropische Warmluft aus Nordafrika nach Mitteleuropa, berichtete der Meteorologe Harald Seidl. An dieser hochsommerlichen Großwetterlage ändert sich vorerst wenig. Am Donnerstag können am ehesten im Westen und äußersten Norden des Bundesgebiets in der zweiten Tageshälfte sehr heftige Wärmegewitter niedergehen. Außerdem wird es schwül.
Ende der Hitze frühestens ab Sonntag
Ein Ende der Hitzewelle wird frühestens ab Sonntag erwartet, womit auch ein erhöhtes Unwetterrisiko einhergeht, warnten die Meteorologen. Kräftige Gewitterzellen können mit Sturmböen und punktuell auch mit Hagelschlag einhergehen. "Der ungetrübte Sonnenschein fördert die Bildung von bodennahem Ozon. Bereits in den vergangenen Tagen wurde wiederholt die Informationsschwelle überschritten", sagte Meteorologe Marcus Hirtl. Die tägliche Berechnung zur bodennahen Ozonkonzentration zeigt laut dem Meteorologen einen klaren Trend nach oben. "Wenig Wind, viel Sonne und die heißen Temperaturen lassen bis zum Wochenende hin besonders in Niederösterreich, Wien und dem Burgenland die Ozonkonzentration nahe der Alarmschwelle ansteigen."
Keine Sorgen um Wasserversorgung nötig
Zumindest braucht man sich trotz der enormen Hitzewelle keine Sorgen um die Wasserversorgung zu machen – aufgrund der großen Niederschlagsmengen in den Monaten Mai und Juni gibt es in großen Teilen Österreichs keinen bzw. nur marginalen Wassermangel. Und das trotz eines enormen Wasserverbrauchs: So habe man am Dienstag einen absoluten Höchststand von 64.500 Kubikmetern gemessen, berichtete Helmut Herlicska, Technischer Betriebsleiter des Wasserleitungsverbands Nördliches Burgenland. Auch für die kommenden Tage sei die Versorgung gesichert: "Unsere Behälter sind voll", versicherte Obmann Gerhard Zapfl, "wir haben sehr gute Kapazitäten und hoffen, dass der Verbrauch so weiter geht."
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