11.02.2020 11:26 |

Tote nach Sturmtief

Drama: Mutter und Töchter von Blechdach erschlagen

Während die Folgen des Sturmtiefs in Österreich bisher relativ gering ausgefallen sind, schlug „Sabine“ in anderen europäischen Ländern mit voller Wucht zu. In Polen etwa gab es drei Tote zu beklagen. Im Skiressort Bukowina Tatrzanska wurden eine Mutter und ihre beiden Töchter von einem Blechdach erschlagen. Todesfälle gab es auch in Großbritannien, Schweden und in der Schweiz. 

Bei starkem Wind waren im polnischen Skiressort am Montagmorgen Dachteile von einem Skiverleih gefallen. Die 52-jährige Frau und ihre 15-jährige Tochter waren auf der Stelle tot. Am Dienstag erlag auch die 21-jährige ältere Tochter der Frau im Spital ihren schweren Kopfverletzungen. wie das Krankenhaus in Nowy Targ mitteilte. Bei dem Unglück wurde auch ein 16-Jähriger schwer verletzt, er wird in einem Krankenhaus behandelt. 

Staatsanwaltschaft: „Blechdach nur unzureichend befestigt“
Die Staatsanwaltschaft ermittelt zu den Ursachen des Unglücks. In einem ersten Statement hieß es, der Skiverleih sei in einer provisorischen Konstruktion untergebracht gewesen, die aus einem mit rohen Brettern verschalten Lkw-Anhänger bestanden habe. Das Blechdach sei nur unzureichend an dem Hänger befestigt gewesen. Bukowina Tatrzanska im Süden Polens ist ein beliebtes Ziel für den Skisport und Ausgangspunkt für Wanderungen in der Hohen Tatra, einem Teilgebirge der Karpaten an der Grenze zur Slowakei.

Angler in Schweden gekentert
In Großbritannien kam am Sonntag ein Autofahrer durch einen umstürzenden Baum um. Der 58-Jährige war zwischen Winchester und Micheldever in Südengland unterwegs, teilte die Polizei mit. Auf einem See in der schwedischen Gemeinde Svenljunga kenterten am Sonntag zwei Angler mit ihrem Boot - einer starb, nach dem anderen wird noch gesucht.

Toter in der Schweiz, Verletzte in Deutschland
In der Schweiz starb ein Mann bei einem Verkehrsunfall. Wie die Kantonspolizei Freiburg mitteilte, geriet der Anhänger eines 35-Jährigen auf die Gegenfahrbahn und krachte dort mit dem Auto eines 36-Jährigen zusammen. Die Einsatzkräfte konnten nur noch den Tod des 36-Jährigen feststellen. Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen davon aus, dass der Anhänger durch den Sturm auf die Gegenfahrbahn gedrückt wurde. In Deutschland richtete „Sabine“ zahlreiche Schäden an und forderte mehrere Schwerverletzte.

Sturmtief erreicht Mittelmeerinsel Korsika
Das Sturmtief erreichte am Dienstag die Mittelmeerinsel Korsika - und das mit Orakanböen mit 219 Stundenkilometern. Das liege leicht unter dem Rekord vom Jänner 2018, als am Cap Corse 225 Stundenkilometer erreicht wurden, berichtete der Wetterdienst Meteo France.

Der Sturm löste auf der zu Frankreich gehörenden Ferieninsel erhebliche Verkehrsprobleme aus - betroffen waren Fährverbindungen zum Festland und Flüge, wie der Radionachrichtensender Franceinfo berichtete. Zudem loderten Feuer an mehreren Orten - südlich der Hafenstadt Bastia brannte es auf einer Fläche von mehr als zwei Quadratkilometern.

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