11.02.2020 12:17 |

Nächste Warnung

Orkantief „Sabine“ hält Österreich weiter auf Trab

Zehntausende Stromausfälle, Hunderte Feuerwehreinsätze, zahlreiche Verkehrsbehinderungen: Orkantief „Sabine“ raste am Montag mit bis zu 149 Stundenkilometer über Österreich. Am Dienstag trifft uns eine weitere Sturmfront. Eine Nordwestströmung wird weiterhin für Chaos in vielen Regionen sorgen. Für die nördlichen Teile Tirols und Vorarlberg galt am Dienstagmorgen die höchste Warnstufe. Dutzende Einsätze gab es seit der Nacht in Salzburg, das am Montag von „Sabine“ noch nahezu verschont geblieben war, sowie in Oberösterreich. Auch in Vorarlberg richtete das Sturmtief Schäden an.

Besonders betroffen von Sturm- bzw. Orkanböen sind in den nächsten Stunden Vorarlberg, das Außerfern und das Tiroler Oberland. Ab dem späten Vormittag lässt der Sturm im äußersten Westen etwas nach. Im Norden Salzburgs und der Steiermark, in Oberösterreich und im westliche und südlichen Niederösterreich wird es aber gerade über die Mittagsstunden verbreitet gefährlich.

Doch bereits am Morgen war es auch in den betroffenen Regionen verbreitet stark windig, es kam auch zu weiteren Stromausfällen. Wien bekam am Dienstagmorgen ebenfalls kräftige Sturmböen zu spüren.

500-Quadratmeter-Blechdach weggeblasen
Dutzende Einsätze bescherte „Sabine“ den Salzburger Helfern seit den Nachtstunden. Verursachte das Sturmtief noch am Montag eher geringere Schäden, erreichte in der Nacht eine weitere Front das Bundesland und führte zu Dutzenden Einsätzen. In erster Linie galt es umgestürzte Bäume zu entfernen, Stromleitungen und Dächer wieder freizuräumen. In der Stadt Salzburg blies eine Sturmböe ein rund 500 Quadratmeter großes Blechdach eines Wohnblocks weg, das zum Teil in einen Garten und einen Parkplatz stürzte. Verletzte gab es glücklicherweise nicht. 

Auch in Oberösterreich Einsätze am laufenden Band
In Oberösterreich mussten die Helfer ebenfalls in den Nachtstunden mehrfach ausrücken, vor allem der Süden des Landes war diesmal betroffen. Zu etwa 100 Einsätzen rückten die Helfer nachts aus, umgestürzte Bäume mussten entfernt, blockierte Straßen freigemacht, Stromleitungen gesichert werden. 5500 Haushalte waren abermals von Stromausfällen betroffen, darunter auch einige wenige Menschen, die bereits seit Montag ohne Strom auskommen mussten. Die Reparaturarbeiten seien teilweise zu gefährlich gewesen, hieß es.

Cashpoint Arena beschädigt
Auch an der Dachplane der Cashpoint Arena in Vorarlberg, Heimstätte des SCR Altach, tobte sich „Sabine“ aus, wie der Fußball-Bundesligist selbst mitteilte. Die Dachplane der Nordtribüne hielt den Sturmböen in der Nacht auf Dienstag nicht stand.

Mithilfe der Feuerwehr, die gegen 2 Uhr ausrückte, konnte die Plane gesichert werden, sodass „keine Gefahr für Außenstehende entstand“, gab der Verein bekannt. Die Reparaturarbeiten seien bereits im Gang, „das Spiel am Samstag gegen FK Austria Wien kann wie geplant stattfinden“, wurde betont.

Des Weiteren galt es für die Vorarlberger Helfer vom Sturm niedergerissene Bäume abzutransportieren sowie abgedeckte Dächer zu sichern und zu schützen.

Es bleibt stürmisch
Auch im weiteren Tagesverlauf sind schwere Sturmböen möglich, warnte die Unwetterzentrale. Auf den Bergen drohen stellenweise Orkanböen bis zu 150 km/h!

Spitzen bis zu 149 km/h sorgten am Montag für schwere Schäden. Das Ausmaß der Kraft des Sturms sowie der Zerstörung zeigt sich etwa in einem Video aus Sarleinsbach in Oberösterreich:

Steigende Lawinengefahr
Mit Sturm, Regen und Schnee steigt am Dienstag auch die Lawinengefahr. Vom Arlberg bis zum Dachstein schneit es oberhalb von rund 700 bis 1000 Metern zwischendurch kräftig, im Flachland ziehen anfangs noch einzelne Schauer durch. Im Laufe des Tages lässt der Niederschlag im Flachland nach und es lockert etwas auf.

Eine Wetterbesserung ist dann im Laufe des Mittwochs endlich in Sicht. Zunächst bestimmen noch Regen- und oberhalb von 400 bis 600 Metern Schneeschauer das Wettergeschehen von Vorarlberg bis ins Mostviertel, im Donauraum und Osten des Landes sind erneut kräftige Böen aus Westen zu erwarten, die Sonne zeigt sich jedoch häufiger im Osten und Süden. Am Donnerstag sorgt dann laut Prognose ein Zwischenhoch für kurze Wetterberuhigung.

Sturmböen begleiten uns dann am Freitag erneut im Großteil des Landes, auch Schneeschauer können stellenweise durchziehen, in tieferen Lagen fällt Regen.

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