15.01.2020 06:55 |

Feuer zu Silvester

Brand in Zoo: Polizist erschoss verletzten Gorilla

Im Zuge des verheerenden Feuers in der Nacht auf Neujahr im Krefelder Zoo in Deutschland ist es zu bislang unbekannten, dramatischen Szenen gekommen. Mit mehreren Schüssen aus einer Maschinenpistole musste ein schwer verletzter Gorilla von einem Polizisten getötet werden. Versuche einer Tierärztin, den Menschenaffen einzuschläfern, waren zuvor fehlgeschlagen.

Bei der Feuersbrunst im Affenhaus waren in der Silvesternacht mehr als 30 Tiere ums Leben gekommen. Ausgelöst worden war der folgenschwere Brand durch eine Himmelslaterne, die von drei Frauen entzündet worden war. Die Folgen waren verheerend.

Bereits während des Feuers postierten sich mehrere Polizisten mit Maschinenpistolen rund um das in Flammen stehende Gebäude, um im Ernstfall panische oder verletzte Tiere zum Schutz der im Einsatz stehenden Kräfte stoppen zu können, wie aus einem Bericht des deutschen Innenministeriums an den nordrhein-westfälischen Landtag hervorgeht. Dazu kam es aber nicht.

Zwei verletzte Tiere am Morgen entdeckt
Bald kam man zur Annahme, dass sämtliche in dem Gebäude untergebrachten Tiere im Zuge des Feuers getötet worden seien. Am Morgen gegen 8 Uhr wurden dann laut Bericht zwei schwer verletzte Tiere entdeckt. Die Tierärztin schläferte ein Orang-Utan-Weibchen ein, der Gorilla wurde jedoch nach Freigabe durch den Polizeiführer von einem Beamten mit mehreren Schüssen aus der Maschinenpistole getötet.

„Emotionale Belastung immens“
Die „emotionale Belastung bei allen Einsatzkräften sowie beim Personal des Zoos“ sei „immens“ gewesen, zitierte die „Bild“ aus dem Bericht. Für sämtliche Beteiligte wurde „während und nach dem Einsatz psychologische Unterstützung angeboten“, hieß es.
Der bei dem Feuer entstandene Schaden geht in die Millionen, das Affenhaus wurde zur Gänze zerstört. Der Zoo blieb zwei Tage lang geschlossen.

 krone.at
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