27.12.2019 11:24 |

In Booten unterwegs

Mehr als 200 Migranten in der Ägäis aufgegriffen

Über Weihnachten sind nach griechischen Angaben 204 Migranten aus Booten in der Ägäis aufgegriffen worden. Die Menschen seien von der türkischen Küste aus in Richtung der nur wenige Kilometer entfernten griechischen Inseln gestartet, teilte die Küstenwache am Freitag mit. Es seien sowohl Boote der griechischen Küstenwache als auch der europäischen Grenzschutzagentur (Frontex) im Einsatz gewesen.

Die griechischen Registrierlager sind extrem überbelegt. Eine Einigung in der Europäischen Union für eine Verteilung der Flüchtlinge steht jedoch seit Jahren aus. Unterdessen warnte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, wegen der Kämpfe in Syrien könnte erneut wie 2015 eine große Zahl von Flüchtlingen nach Europa kommen. Griechenland werde besonders betroffen sein.

Migranten hoffen auf Weiterreise
In den griechischen Registrierzentren auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos leben nach Angaben des Bürgerschutzministeriums in Athen schon jetzt mehr als 42.000 Migranten. Ausgelegt sind die Anlagen jedoch nur für insgesamt 7500 Menschen. Die Migranten hoffen auf eine Weiterreise auf das griechische Festland und in andere europäische Länder.

EU-Flüchtlingspakt wackelt
Erdogan droht immer wieder, den Flüchtlingen in seinem Land den Weg Richtung Europa zu öffnen. Damit wackelt der EU-Flüchtlingspakt mit der Türkei von 2016. Diesem zufolge darf jeder Migrant, der illegal auf die griechischen Inseln übersetzt, in die Türkei zurückgeschickt werden. Die türkischen Behörden sollen ihrerseits die Migranten daran hindern, in Booten Richtung Griechenland zu starten.

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