25.12.2019 22:41 |

Rief noch um Hilfe

Feuerdrama am Christtag: Mann starb in Gemeindebau

Feuerdrama am Christtag im Wiener Bezirk Simmering: Bei dem Opfer handelt es sich angeblich um einen halbseitig gelähmten Mann. Eine Gruppe der Berufsfeuerwehr war sehr rasch an Ort und Stelle gewesen - hatte sogar einen Zufahrtsschranken mit Gewalt geöffnet -, doch jede Hilfe kam zu spät.

Zu dem folgenschweren Brand kam es kurz nach 13.30 Uhr in einer Wohnung im Johann-Hatzl-Hof in der Simmeringer Haupstraße. Eine Gruppe der Berufsfeuerwehr Wien entdeckte das Feuer, als sie gerade auf der Heimfahrt von einem anderen Einsatz war. Sofort stellten sich die Männer zurück in den Dienst und öffneten sogar einen Zufahrtsschranken zu dem Gemeindebau mit Gewalt, wie Polizeisprecher Markus Dittrich schilderte.

Sprungkissen aufgestellt, weil Drehleiter zunächst fehlte
Als die Feuerwehrleute Flammen aus einer Wohnung im dritten Obergeschoß schlagen und den um Hilfe rufenden Wohnungsinhaber an einem Fenster sahen, stellten ein Sprungkissen auf - für den Fall, dass der 79-Jährige springt. Eine Drehleiter, die lang genug gewesen wäre, um den Mann zu retten, hatte die Gruppe nicht dabei, die brachten schließlich weitere Einsatzkräfte zum Ort der Tragödie.

Mann tot, Nachbar im Krankenhaus
Für den 79-Jährigen - laut „Heute“ ein halbseitig gelähmter Mann - kam dies zu spät. Nachdem der Brand gelöscht war, wurde laut Polizei eine leblose Person in einem Zimmer der Wohnung aufgefunden. Ein 39-Jähriger - vermutlich ein Nachbar, wurde laut dem Sprecher der Berufsrettung, Andreas Huber, leicht verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Mehrere weitere Personen wurden von den Einsatzkräften ins Freie gebracht.

Laut Polizeisprecher Dittrich ist die Identität des Toten noch unklar. Nach Informationen der APA dürfte es sich aber um den Wohnungsinhaber - einen 81-jährigen Mann - handeln. Dittrich zufolge soll eine Kommission das Feuer untersuchen. Brandstiftung gilt allerdings als eher unwahrscheinlich.

32 Bewohner in Gang eines Gebäudes gefangen
Bereits am Vormittag war die Berufsfeuerwehr Wien zu einem Wohnungsbrand in den Alsergrund ausgerückt. 32 Menschen waren im verrauchten Gang des Gebäudes gefangen und mussten in Sicherheit gebracht werden. 15 Personen mussten wegen Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht werden.

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