Der Deutsche, für den die Unschuldsvermutung gilt, soll bereits zuvor wegen diverser Betrügereien in Haft gewesen sein. Und er kann es anscheinend nicht lassen. Er gab sich als erfolgreicher, betuchter Unternehmer aus, der groß ins Holzbau-Geschäft einsteigen will. Und er engagierte einen Klagenfurter (50) als "Geschäftsführer" und einen Feldkirchner (47) als "Einkäufer". Die beiden erzählen: "Er hat gesagt, er wird ein Projekt für ,Betreutes Wohnen’ bauen und ein Feriendorf für sozial Schwache in Slowenien."
Glaubhaft von Stiftung berichtet
Die beiden Kärntner setzten sich voll für ihren neuen Job ein, fuhren zu Firmen, holten Angebote ein, halfen ihrem "Chef", so gut es ging. Denn der Deutsche war immer knapp bei Kasse: "Er hat uns aber glaubhaft von seiner Stiftung in der Schweiz mit 2,5 Millionen Franken und seinem Konto mit 600.000 Franken erzählt. Und Belege gezeigt."
Langsam wurden die Kärntner aber skeptisch: Der Deutsche blieb Hotelrechnungen schuldig, bestellte teure Autos und zahlte nicht: "Und wenn es eng wurde, ließ er sich in ein Spital einweisen wegen seiner angeblichen Herzprobleme." Und dort schwindelte er vor, eine Zusatzversicherung zu haben und ließ sich in der Sonderklasse behandeln. Der Verdächtige wurde angezeigt.
von Martin Radinger, "Kärntner Krone"
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