27.300 Euro Schaden

“Lügenbaron” in Kärnten: Jetzt packen Opfer aus

Kärnten
21.06.2010 22:19
Ein 68-jähriger Deutscher soll in Kärnten zahlreiche Betrügereien begangen haben. Der Schaden beträgt mindestens 27.300 Euro. Zwei Opfer packen aus und berichten, wie sie auf diesen "Lügenbaron" hereingefallen sind: "Er hat ein überzeugendes Auftreten, aber er hat unsere Hoffnungen ausgenutzt und uns nie bezahlt."

Der Deutsche, für den die Unschuldsvermutung gilt, soll bereits zuvor wegen diverser Betrügereien in Haft gewesen sein. Und er kann es anscheinend nicht lassen. Er gab sich als erfolgreicher, betuchter Unternehmer aus, der groß ins Holzbau-Geschäft einsteigen will. Und er engagierte einen Klagenfurter (50) als "Geschäftsführer" und einen Feldkirchner (47) als "Einkäufer". Die beiden erzählen: "Er hat gesagt, er wird ein Projekt für ,Betreutes Wohnen’ bauen und ein Feriendorf für sozial Schwache in Slowenien."

Glaubhaft von Stiftung berichtet
Die beiden Kärntner setzten sich voll für ihren neuen Job ein, fuhren zu Firmen, holten Angebote ein, halfen ihrem "Chef", so gut es ging. Denn der Deutsche war immer knapp bei Kasse: "Er hat uns aber glaubhaft von seiner Stiftung in der Schweiz mit 2,5 Millionen Franken und seinem Konto mit 600.000 Franken erzählt. Und Belege gezeigt."

Langsam wurden die Kärntner aber skeptisch: Der Deutsche blieb Hotelrechnungen schuldig, bestellte teure Autos und zahlte nicht: "Und wenn es eng wurde, ließ er sich in ein Spital einweisen wegen seiner angeblichen Herzprobleme." Und dort schwindelte er vor, eine Zusatzversicherung zu haben und ließ sich in der Sonderklasse behandeln. Der Verdächtige wurde angezeigt.

von Martin Radinger, "Kärntner Krone"

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Kärnten
21.06.2010 22:19
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung