Er wolle für eine gemeinsame Vertretung der Kärntner Slowenen eintreten, betonte Inzko bei seiner Antrittsrede. Die Volksgruppe sollte mit einer Sprache sprechen. Zudem müsse erreicht werden, dass Zweisprachigkeit in Kärnten "als Reichtum" anerkannt werde.
Kärntner und Slowenen als "Brüder"
Zum Thema Ortstafeln meine Inzko, dass nicht nur juristisch sondern auch politisch verhandelt werden müsse. Es gehe nicht um ein paar Ortstafeln mehr oder weniger: "Es geht darum, dass die deutschsprachigen und slowenischsprachigen Kärntner sich als Brüder sehen." Zur Umsetzung der Ortstafelfrage wäre ein "Innerkärntner Dialog" notwendig. Inzko: "Niemand wäre deswegen weniger deutschsprachiger Kärntner und kein Slowene würde seine Identität verlieren."
Neben den Ortstafeln gebe es für die Kärntner Slowenen noch andere brennende Fragen wie das zweisprachige Schulwesen oder die Kindergärten, so Inzko.
Klimaänderung als oberstes Ziel
Das wichtigste Ziel sieht Inzko in einer Klimaänderung. Kärnten habe kulturell und wirtschaftlich sehr viel zu bieten, dazu komme die Lage am Schnittpunkt dreier Kulturen: "Mit diesem Image kann man vor die Welt treten. Dafür werde ich meine internationalen Kontakte einsetzen."
Ex-Obmann spricht "in aller Radikalität"
Der scheidende Obmann des Rates, Karel Smolle, verabschiedete sich gewohnt kämpferisch. "Die Kärntner Slowenen sind Opfer von Rechtsbeugung, das sage ich in aller Radikalität", meinte Smolle. Seinem Nachfolger wünschte Smolle, dass dieser alles erfüllen könne, was von ihm erwartet werde.
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