"Die Post gräbt sich durch ihre Zusperr-Politik selbst das wirtschaftliche Wasser ab", wettert SPÖ-Klubchef Christian Illedits. Jüngste Berechnungen der Post-Gewerkschaft beweisen, dass sich die Filialnetzergebnisse trotz der Schließungen verschlechtert haben. "Die Kunden laufen in Scharen davon. Die Strategie ist gescheitert und muss endlich gestoppt werden", so der SPÖ-Mandatar.
Die Arbeitnehmervertreter haben daher für den 29. Juni eine Sondersitzung des Post-Aufsichtsrates erzwungen. "Vielleicht kann damit ein Kurswechsel erreicht werden", hofft Illedits. Bis dahin heißt es allerdings noch abwarten. Denn immerhin hat die Post AG soeben drei weitere Standorte im Burgenland bei der Regulierungsbehörde zur Schließung angemeldet. Diesmal trifft es die Tourismusgemeinden Breitenbrunn und Purbach im Norden sowie Markt Allhau im Südburgenland. Für die Bevölkerung gerade im ländlichen Raum wäre das ein weiterer Tiefschlag. Die Grundversorgung würde infrage gestellt.
von Sabine Oberhauser, Kronen Zeitung
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