Die zwei Ungarn hatten sich am 27. April ausgerechnet das Haus eines 45-jährigen Polizisten für ihren nächsten - und vorerst letzten - Coup ausgesucht. Der Beamte nahm sofort die Verfolgung auf und zog sich dabei eine Platzwunde am Kopf sowie Prellungen zu. Im Zuge der Fahndung wurden die Verdächtigen von einer Polizeistreife in Halbturn gestoppt und festgenommen.
Geht ganze Serie auf das Konto des Duos?
Die Polizei geht davon aus, dass die zwei noch mehr als die bekanntgewordenen Taten am Kerbholz haben: Seit Sommer 2009 dürften sie im gesamten Burgenland und in der benachbarten Steiermark und vielleicht auch noch im nahen Niederösterreich weitere Einbrüche begangen oder versucht haben. Bei den meist um die Mittagszeit verübten Coups waren die Täter mit einem weißen Opel Corsa - mit einem schwarzen Kotflügel vorne rechts - und einem silbernen Audi A6 Variant unterwegs. Beide Fahrzeuge waren älteren Baujahres.
Der Modus, nachdem die beiden zuschlugen, war stets der gleiche: Während einer der Männer sich überzeugte, dass niemand daheim war, schlich sich der andere in die Häuser oder brach ein. Der Komplize wartete mit dem Fluchtauto in der Nähe.
Die Polizei bittet im Zusammenhang mit dem Fall um Hinweise an den Journaldienst des Landeskriminalamtes Burgenland unter der Telefonnummer 059133/10-3333.
Mutmaßliche Einbrecher in Oberpullendorf gefasst
Auch im Mittelburgenland klickten die Handschellen: In der Nacht auf Freitag kontrollierten Polizisten in Oberpullendorf zwei Ungarn, die zu Fuß in Richtung Zentrum unterwegs waren. Dabei fanden sie Werkzeug, das offenbar für einen Einbruch gedacht war. Bei der Einvernahme gaben die bieden zu, dass sie bei einer Tankstelle einbrechen und zwei Fahrräder stehlen wollten. Sie wurden ebenso wie ihr noch im Fluchtfahrzeug wartender Komplize festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt verhängte über das Trio im Alter von 23, 28 und 32 Jahren die Untersuchungshaft.
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