300 Haushalte wurden in Kärnten von der Arbeiterkammer befragt. Das ernüchternde Ergebnis: Rund 16.000 Schüler benötigten in diesem Schuljahr externe Unterstützung, für 11.000 musste dafür auch bezahlt werden. Drei Viertel der Väter und Mütter sind zudem unfreiwillige "Hilfslehrer" und müssen regelmäßig mit ihren Sprösslingen lernen. "Das 'alte' Halbtagsschulsystem, das Kinder mit unerledigten Aufgaben heimschickt und zu wenig fördert, muss endlich reformiert werden", kritisiert AK-Präsident Günther Goach.
Nicht alle Eltern können sich Nachhilfe leisten
Dabei können längst nicht alle Eltern der Schüler, die Nachhilfe benötigen, diese auch bezahlen. "Besonders ungerecht ist die Tatsache, dass 4.800 Schüler den Wunsch bzw. Bedarf nach Nachhilfe hatten, aber diese nicht beanspruchen konnten", so Marlene Diethart von der AK-Bildungsabteilung.
Denn von den Eltern, die gerne Hilfe für ihr Kind in Anspruch genommen hätten, erklärten drei von zehn, dass diese nicht leistbar war. Für den AK-Präsidenten klar, denn: "Kärnten hinkt bei den Einkommen ohnehin nach. Dann auch noch für teure Nachhilfe zu bezahlen, trifft vor allem die sozial und finanziell schwächeren Familien besonders hart."
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.