11.06.2010 16:54 |

"Nur" 12 Yachten weg

Die "Hypo-Geisterflotte" ist wieder aufgetaucht

Über die "Geisteryachten" der Hypo in Kroatien ist viel gewitzelt worden. Jetzt schaut's so aus, als wäre alles ganz anders – denn von etwa 2.000 Leasingbooten in der Adria sind letztlich ganze zwölf verschwunden, wie Hypoboss Kranebitter erklärt. Für die Berater, die so geirrt haben, soll's daher wesentlich weniger Honorar geben.
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Fast scheint's, als hätte sich die Hypo selbst noch schlechter gemacht als sie ist. Denn bei den Leasingyachten in der Adria klärt sich Zug um Zug das Chaos: "Von den gut 2.000 Schiffen ist nur ein Dutzend verschwunden", so Vorstand Gottwald Kranebitter. "Das macht mir wenig Sorgen."

"Systematisch in den Dreck geredet"
Anfangs war man von einem Schwund von gut einem Fünftel ausgegangen – Beratungsunternehmen haben für solche Erkenntnisse gar 65 Millionen Euro verlangt. "Die Leasingabteilung der Hypo ist so systematisch in den Dreck geredet worden", sagt ein ehemaliger Bankchef zur "Krone".

"Keiner hat diesen Geschäftszweig verteidigt, lieber hat man alle Kärntner als Volltrottel und alle Kroaten als Gauner dastehen lassen!" Fakt ist aber, dass die Schifffahrt derzeit unter keinem guten Stern steht – rund 20 Prozent aller Adria-Yachten sind am Markt; viele Eigner können die Kredite nicht bezahlen.

Um viel Geld geht's auch bei einem Hypoprozess in Klagenfurt: Ein Ex-Geschäftsführer klagt 140.000 Euro Abfertigung ein. Ihm dagegen wird vorgeworfen, durch "Verletzung der Sorgfaltspflicht" mehr als eine Million Euro Schaden verursacht zu haben.

von Kerstin Wassermann und Manfred Schumi, "Kronen Zeitung"

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