Neben der Errichtung der bereits in Betrieb befindlichen zweiten 380-kV-Leitung von Wien nach Györ will der Verbund gemeinsam mit der BEWAG ein Umspannwerk im Raum Zurndorf errichten, so Verbund-Austrian-Power-Grid-Vorstandsdirektor Heinz Kaupa. Bei der 380-kV-Burgenlandleitung soll ein dritter Teilleiter aufgelegt werden, zudem ist die Errichtung eines Transformators in Rotenturm im Landessüden geplant.
Derzeit betrage die Leistung aus Windkraft in Österreich rund 1.000 Megawatt (MW). Fachleute rechneten mit einem Ausbau bis 3.500 MW. "Das muss im Netz auch Berücksichtigung finden", so Kaupa. Europaweit gehe man davon aus, dass bis 2015 rund 100 bis 150 Gigawatt Windanlagen am Netz sein werden. Dass der 380-kV-Ring im Westen noch offen sei, gefährde weiterhin die Versorgungssicherheit Österreichs und die Nutzung der erneuerbaren Energie.
Niessl: 150 Mio. Euro Wertschöpfung durch Windenergie
Der Ausbau der Windenergie zwischen 2003 bis 2005 habe im Burgenland zu einer lokalen Wertschöpfung von mehr als 150 Millionen Euro geführt, erklärte Landeshauptmann Hans Niessl. Wenn der Einspeistarif "ein so guter bleibt, wie er jetzt ist", seien bis zu 680 Millionen Euro Investitionen geplant. Weitere 220 Millionen Euro sollen innerhalb von 20 Jahren für Wartung, Betrieb und Instandhaltung ausgegeben werden.
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