09.11.2019 12:42 |

Kein Zutritt in Anlage

Atomstreit: USA orten „ungeheuerliches“ Verhalten

Vergangene Woche wurde einer Inspekteurin der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) der Zutritt zur Atomanlage in Natanz verweigert. Angeblich geschah dies, weil bei der Sicherheitsschleuse ein Sprengstoffdetektor angeschlagen habe. Ein „ungeheuerlicher und ungerechtfertigter Akt der Einschüchterung“, befindet US-Außenminister Mike Pompeo. Die Inspekteure müssten die Möglichkeit haben, ihrer Arbeit nachzugehen.

Der Atomstreit der USA mit dem Iran ist um eine Facette reicher: Nach der Festhaltung einer IAEA-Inspekteurin, welcher der Zutritt zur Atomanlage in Natanz verweigert wurde, gehen die Wogen hoch. Die Frau sei überdies daran gehindert worden, den Iran zu verlassen, so Internationale Atomenergiebehörde.

„Wir sind beunruhigt“
Pompeo warf dem Iran vor, keine plausible Erklärung für potenziell nicht deklarierte Kernmaterialien zu haben, für die die IAEA Beweise gefunden habe. Der Iran müsse erklären, woher diese Materialien stammten und wo sie sich jetzt befänden.

„Die Vereinigten Staaten unterstützen die Überwachungs- und Prüfungsaktivitäten der IAEA vollkommen und wir sind beunruhigt über den Mangel einer zufriedenstellenden Zusammenarbeit des Irans.“

Noch immer kein Tauwetter
Der Iran hatte nach Angaben des staatlichen Fernsehens am Mittwoch begonnen, Urangas (Uranhexafluorid) in Zentrifugen der unterirdischen Anreicherungsanlage in Fordo einzuleiten. Damit verstößt Teheran erneut gegen eine Vereinbarung aus dem internationalen Wiener Atomabkommen von 2015. Mitte Juni war die Lage nach Angriffen auf zwei Öltanker im Golf von Oman kurzfristig eskaliert, ein Monat später zeigten sich beide Parteien „gesprächsbereit“.

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