Nach Todescrash

Oberwarter fordern nach Zugunglück Schranken-Anlage

Burgenland
28.05.2010 16:47
Nach dem tragischen Unfall auf einem Bahnübergang werden nun Stimmen laut, die eine Schranken-Anlage auf gefährlichen Zugkreuzungen in Oberwart fordern. Zur Trauer über den Tod des 49-jährigen Familienvaters mischt sich Wut über die Versäumnisse der Zuständigen. "Das Unglück hätte verhindert werden können", heißt es von einer Bürgerinitiative.

Nur Andreaskreuze und ein Stopp-Schild sichern den Bahnübergang in der Molkereistraße in Oberwart. Ohne darauf zu achten, wollte ein Steirer die Gleise überqueren – mit fatalen Folgen. Ein Zug erfasste seinen Lieferwagen, der Vertreter starb noch am Unfallort.

"Kreuzung ist schwer einsehbar"
Es war nicht das erste Unglück auf einer Bahnkreuzung in Oberwart. "Erst im vergangenen Jahr wurde ein Mopedlenker schwer verletzt", sagt Erika Gutmann. Wie schnell ein Crash passieren kann, weiß die Frau aus erster Hand. 2006 wurde ihr Pkw in der Alten Straße von einer Lok gerammt. Den Zusammenstoß überstand die Lenkerin mit leichten Blessuren. "Die Kreuzung ist schwer einsehbar. Hoffentlich wird jetzt endlich eine Schranken-Anlage errichtet", sagt die 48-Jährige. Das fordert die Initiative "Sicherung der Bahnübergänge" schon seit Jahren.

Schon 2007 übergaben die besorgten Bürger der Stadtgemeinde mehr als 600 Unterschriften. "Bisher wurden nur eine elektronische Zusatztafel angebracht, teure Gutachten erstellt. Der Bürgermeister muss etwas tun", so Sprecher Helmut Miklos.

Gemeinde überlegt, zu investieren
Stadtchef Gerhard Pongracz (SPÖ) sieht ebenfalls Handlungsbedarf – aber nur gemeinsam mit ÖBB und Land: "Wir sind auch bereit, uns an den Kosten für Maßnahmen zu beteiligen."

von Tina Blaukovics, Kronen Zeitung
Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Burgenland
28.05.2010 16:47
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

16° / 31°
Symbol wolkenlos
15° / 31°
Symbol wolkenlos
14° / 31°
Symbol wolkenlos
15° / 31°
Symbol wolkenlos
16° / 31°
Symbol wolkenlos
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung