Nur Andreaskreuze und ein Stopp-Schild sichern den Bahnübergang in der Molkereistraße in Oberwart. Ohne darauf zu achten, wollte ein Steirer die Gleise überqueren – mit fatalen Folgen. Ein Zug erfasste seinen Lieferwagen, der Vertreter starb noch am Unfallort.
"Kreuzung ist schwer einsehbar"
Es war nicht das erste Unglück auf einer Bahnkreuzung in Oberwart. "Erst im vergangenen Jahr wurde ein Mopedlenker schwer verletzt", sagt Erika Gutmann. Wie schnell ein Crash passieren kann, weiß die Frau aus erster Hand. 2006 wurde ihr Pkw in der Alten Straße von einer Lok gerammt. Den Zusammenstoß überstand die Lenkerin mit leichten Blessuren. "Die Kreuzung ist schwer einsehbar. Hoffentlich wird jetzt endlich eine Schranken-Anlage errichtet", sagt die 48-Jährige. Das fordert die Initiative "Sicherung der Bahnübergänge" schon seit Jahren.
Schon 2007 übergaben die besorgten Bürger der Stadtgemeinde mehr als 600 Unterschriften. "Bisher wurden nur eine elektronische Zusatztafel angebracht, teure Gutachten erstellt. Der Bürgermeister muss etwas tun", so Sprecher Helmut Miklos.
Gemeinde überlegt, zu investieren
Stadtchef Gerhard Pongracz (SPÖ) sieht ebenfalls Handlungsbedarf – aber nur gemeinsam mit ÖBB und Land: "Wir sind auch bereit, uns an den Kosten für Maßnahmen zu beteiligen."
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