"Das Burgenland braucht eine Grüne Alternative", stellte Spitzenkandidat Michel Reimon fest. Reimon geht davon aus, mit einem dritten Mandat so gestärkt zu werden, um auch in Verhandlungen treten zu können: "Die Stärkung ist notwendig, um inhaltlich etwas zu verändern." Mit wem gesprochen wird, sei von den arithmetischen Möglichkeiten abhängig. "Definitiv" auszuschließen seien Gespräche mit den Freiheitlichen, auch Spekulationen über eine schwarz-blau-grüne Konstellation erteilte Reimon erneut eine Absage.
Grüne für humaitäres Bleiberecht für zwei Familien
Das Programm der Grünen sieht ein Green-Jobs-Paket sowie Arbeitsplätze im Bildungs- und Sozialbereich vor. Weiters werden, flankierend zur Einführung der Mindestsicherung, Maßnahmen für Mindestlöhne gefordert, so Reimon. Wichtig ist den Grünen auch die Umsetzung des Demokratiepakets, das unter anderem die Proporz-Abschaffung vorsieht. Ebenfalls drin: die Rücknahme des "manipulativen" Vorzugsstimmen-Wahlrechts und das Ende des "verfassungswidrigen" Assistenzeinsatzes. Die Grünen pochen auch auf Gewährung des humanitären Bleiberechts für zwei Flüchtlingsfamilien im Südburgenland. Diese seien in den nächsten Wochen, nach dem Schulschluss, von der Abschiebung bedroht, befürchtet der Spitzenkandidat.
"Klares Zeichen gegen Rechts"
"Das Fünf-Punkte-Programm ist ein klares Zeichen gegen Rechts", so Krojer. Während die anderen Parteien nach rechts abdriften würden, gebe es bei den Grünen den Fokus auf mehr Menschlichkeit und Umweltschutz. Um grüne Arbeitsplätze zu schaffen, pochte sie etwa auf Investitionen in die Sanierung, Alternativenergien sowie Photovoltaik. 1.000 Jobs sollen auch im Bildungs- und Sozialbereich entstehen: "Dazu ist eine Umschichtung von Budgetmitteln und eine finanzielle Unterstützung des Bundes notwendig." Investitionen seien in den Kindergärten, Volksschulen und in der Nachmittagsbetreuung vorgesehen.
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