31.08.2019 10:04 |

„Die sexyste Stadt“

Eurovision Song Contest steigt 2020 in Rotterdam

Die niederländische Hafenstadt Rotterdam wird Gastgeber des nächsten Eurovision Song Contest (ESC). Im Wettbewerb gegen Maastricht hat sich damit die „sexyste Stadt der Niederlande“ durchgesetzt - so sieht es jedenfalls Rotterdams Bürgermeister Ahmed Aboutaleb.

Mitte Mai 2020 dürfte in Rotterdam nun eine Art Ausnahmezustand herrschen. Am 12. und 14. Mai sind die Halbfinale geplant, am 16. Mai schließlich wird dann vor den Augen von 180 Millionen europäischer (und australischer) Fernsehzuschauer entschieden. Mit dieser Zahl rechnet jedenfalls Sietse Bakker, Produzent des ESC 2020. Rotterdam sei „der am besten geeignete Ort“.

30 Millionen Euro für Ausrichtung eingeplant
In der dortigen Veranstaltungshalle Ahoy finden sogar 16.000 statt der mindestens geforderten 10.000 Zuschauer statt. Das 23 Meter hohe Dach ist auch fünf Meter höher als von der Eurovision verlangt. Und im Gegensatz zum ebenfalls sehr großen Konferenzzentrum von Maastricht sei man in Rotterdam bestens auf eine Fernsehübertragung vorbereitet: Da müsse man die Scheinwerfer nur noch in die Halterungen hängen, hieß es. Dennoch sind für die Ausrichtung des Großereignisses schon 30 Millionen Euro eingeplant.

Duncan Laurence holte Event zum fünften Mal in die Niederlande
Ein „Willkommen in Rotterdam“ verbreitete der niederländische Sänger Duncan Laurence am Freitag per Videoclip. Mit seiner Ballade „Arcade“ hatte er im Mai in Tel Aviv gesiegt und dafür gesorgt, dass die Niederlande jetzt schon zum fünften Mal einen Eurovision Song Contest (früher Grand Prix Eurovision de la Chanson) organisieren dürfen. Vorherige Austragungsorte waren Hilversum (1958), Amsterdam (1979) und Den Haag (1976 und 1980).

Das knapp 650.000 Einwohner zählende Rotterdam ist die zweitgrößte Stadt der Niederlande nach Amsterdam. Zum Eurovision Song Contest werden nach Angaben der Organisatoren zwischen 30.000 und 50.000 Menschen erwartet. Amsterdam hatte Anfang Juli seine Bewerbung zurückgezogen, weil die Stadt schon in diesem Jahr mit rund 20 Millionen Touristen aus aller Welt aus allen Nähten platzt.

„Die harte Arbeit hat sich ausgezahlt“, sagte Rotterdams Kulturstadtrat Sais Kasmi am Freitag. Ein „riesiges Festival“ stehe der Stadt bevor: „Ein Fest von allen für alle. Die Niederlande sind der Gastgeber und Rotterdam ist das Podium.“ „Sehr enttäuschend“ sei diese Entscheidung, sagte hingegen Maastrichts Bürgermeisterin Annemarie Penn-te Strake. Aber sie gratulierte Rotterdam: „Ich habe natürlich keinen Zweifel, dass es sehr schön wird.“

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