"Aktion Fairness"

Schwarzfahrer im Visier – verschärfte Kontrollen in Zügen

Burgenland
06.05.2010 16:31
Allen Schwarzfahrern sagen die ÖBB im Burgenland jetzt den Kampf an. Im gesamten Streckennetz sind ab sofort vermehrt Kontrollteams unterwegs. Wer ohne gültigen Fahrausweis im Zug oder im Bus sitzt, muss mit einer Strafe von bis zu 95 Euro rechnen. Auch wilden Attacken gegen Schaffner, die sich häufen, soll vorgebeugt werden.

"Wer nicht zahlt, zahlt drauf" – so lautet die Devise der ÖBB-Aktion "Fairness". Bereits Tausende Schwarzfahrer wurden binnen drei Monaten in der Ostregion erwischt. Jetzt nehmen sich die Kontrollore verstärkt die Züge und Busse im Burgenland vor. Jeder, der kein Ticket vorweisen kann, wird zur Kassa gebeten: Wer sofort berappt, blättert 65 Euro hin. Per Erlagschein kostet die Strafe 95 Euro.

Die Kontrollen sollen zudem die Sicherheit erhöhen. "Immer öfter werden Zugbegleiter und Buslenker nicht nur wüst beschimpft, sondern auch brutal attackiert", so Sprecher Herbert Ofner. Jüngst hatten zwei Schwarzfahrer auf der Bahnlinie Kittsee–Petrzalka einen Schaffner verprügelt (Story siehe Infobox).

von Karl Grammer, Kronen Zeitung

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