2:2 gegen LASK

Austria-Coach Prelogar zittert trotz Remis um Job

Kärnten
06.05.2010 02:18
Mit einer sensationellen Aufholjagd hat Austria Kärnten am Mittwoch gegen den LASK ein 2:2-Remis gerettet. Die Klagenfurter lagen bereits mit 0:2 im Rückstand, konnten aber in der zweiten Hälfte mit zehn Mann am Feld ausgleichen. Für Austria-Coach Joze Prelogar könnten dennoch die Tage gezählt sein. Sein möglicher Nachfolger Nenad Bjelica saß auf der Tribüne...

"Ich will über meinen Job als Trainer nicht reden. Wenn Sie etwas über den Trainer wissen wollen, müssen Sie den Vorstand des Vereins fragen. Wichtig ist, dass der Verein überlebt", kommentierte ein sichtlich enttäuschter Joze Prelogar nach Schlusspfiff die Trainerdiskussion. Bis Freitag soll in der Causa eine Entscheidung fallen.

Zufrieden dürfte den Trainer aber die Leistung seiner Mannschaft gestimmt haben. Vor der Minuskulisse von nur 1.000 Zuschauern in der Hypo Group Arena zeigten sich Austria Kärnten und der LASK von ihrer unbekümmerten Seite. Bereits in der 9. Minute gingen die Linzer durch Kragl in Führung. Der junge Stürmer sorgte damit erstmals nach seinem Horrorfoul an Salzburgs Torhüter Gustafsson wieder für positive Schlagzeilen.

Kaufmann weckt wieder Hoffnung
Die Klagenfurter wirkten vom frühen Gegentreffer ein wenig geschockt - und die Linzer legten nach: Christoph Saurer traf per Freistoß zunächst die Stange (35.), gleich danach besorgte er den zweiten Linzer Treffer. Als sich eine Niederlage für die Klagenfurter anzubahnen schien, sorgte Leonhard Kaufmann kurz vor der Pause nach Vorlage von Hierländer mit seinem Anschlusstreffer für neuen Hoffnungsschimmer.

Nach der Pause brachte Joze Prelogar mit Pink einen zweiten Angreifer. Die Offensivbemühungen der Klagenfurter erlitten zwar in der 63. Minute einen vermeintlichen Dämpfer, als Mario Kröpfl die gelb-rote Karte sah und Kärnten damit nur noch zu zehnt am Feld stand. 

Ausgleich im Getümmel
Doch auch mit einem Mann weniger steckten die Heimischen gegen die zurückhaltend agierenden Linzer Gäste nicht auf. Und das wurde mit dem Ausgleich belohnt: Nachdem sich Jürgen Macho im LASK-Gehäuse gegen Hierländer (48.) und Dollinger (50.) noch ausgezeichnet hatte, musste er sich nach einem Freistoß von Dollinger doch noch geschlagen geben. Kaufmann traf im Getümmel vor dem Tor zum verdienten 2:2.

"Wir haben noch verdient einen Punkt geholt", freute sich der Doppeltorschütze nach dem Schlusspfiff. Fügte aber mit ernster Miene hinzu: "Wir Spieler müssen schauen, dass die Leistung auf dem Platz stimmt. Alles andere rundherum können wir nicht beeinflussen."

Nun darf man gespannt sein, welche personellen Entscheidungen in den kommenden Tagen und Wochen beim Klub getroffen werden.

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