Zu wenig Interesse

Tauerngasleitung: Pipeline-Errichter unter Druck

Kärnten
05.05.2010 19:11
Dämpfer für das Konsortium, das die umstrittene "Tauerngasleitung" in Kärnten errichten möchte: Weil Gashändler bei einer Bedarfsanalyse für die geplante Pipeline zu wenig Interesse zeigten, wurde das Verfahren gestoppt, Anträge bei der Behörde wurden zurückgezogen. Die Initiatoren halten aber weiter am Bau fest.

Die Projektwerber von der "Tauerngasleitung GmbH" (TGL) wollten bei der Analyse testen, wie viele langfristige Verträge mit Gashändlern zur Auslastung der Pipeline abgeschlossen werden können. Insgesamt hatten sich 35 Händler bei der TGL registriert, nur zehn wären aber Verträge für 25 Jahre eingegangen.

"Für die Finanzierung der Leitung wäre das zu wenig. Es war aber überraschend positiv, dass sich trotz der Wirtschaftskrise gleich zehn Händler verpflichtet haben", erklärt TGL-Geschäftsführer Ing. Thomas Kettl. 

50 Prozent der Leitungskapazität will sich das Konsortium, an dem die Kelag beteiligt ist, für die Anteilseigner behalten. Ein dafür bei der Regulierungsbehörde eingebrachter Antrag wurde zurückgezogen. "Weil die Vergabe auf zu geringes Interesse stieß", heißt es bei der Behörde. "Der Gasverbrauch geht zurück, das Projekt steht vor dem Aus", meinen die Projektgegner. 

von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
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