15.08.2019 11:28 |

Wegen Handelsstreit

Lenovo-Boss warnt vor steigenden Computerpreisen

Der weltgrößte PC-Hersteller Lenovo hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2019/20 durch den Handelsstreit zwischen China und den USA von einem überraschenden Nachfrageschub auf dem lang schwächelnden Markt profitiert. Der Gewinn des chinesischen Konzerns sprang gegenüber der Vorjahresperiode von 77 auf 162 Millionen Dollar (144,8 Millionen Euro) hoch.

Lenovo erreichte nach Berechnungen von Analysten beim PC-Absatz einen Rekord-Marktanteil von rund 25 Prozent. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern zogen einige Unternehmenskunden zuletzt für einen späteren Zeitpunkt geplante PC-Käufe vor - aus Sorge vor Preiserhöhungen im Zuge des Handelskonflikts zwischen den USA und China. Der PC-Markt habe dadurch um 1,5 Prozent zugelegt.

Yang Yanqing warnt vor steigenden PC-Preisen
Lenovo-Chef Yang Yanqing betonte in einer Telefonkonferenz mit Analysten am Donnerstag, dass Preise für Computer und Smartphones steigen würden, wenn die neuen amerikanischen Zusatzzölle in Kraft treten. Diese waren zuletzt von US-Präsident Donald Trump auf den 15. Dezember verschoben worden.

Der Umsatz von Lenovo verbesserte sich in dem Ende Juni abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal um fünf Prozent auf 12,5 Milliarden Dollar. Den Löwenanteil davon brachte die PC-Sparte mit gut 9,6 Milliarden Dollar ein. Im Smartphone-Geschäft sank der Umsatz dagegen im Jahresvergleich um fast 9 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar. Der Konzern verkauft seine Handys unter anderem unter der traditionsreichen Marke Motorola.

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