Beamte schreiten ein

Selbstmordversuch nach verschobener Abschiebung

Kärnten
21.04.2010 18:55
Der Ausbruch des isländischen Vulkans hat noch immer unerwartete Auswirkungen auf Kärnten. Am Dienstag sorgte er sogar für Tumulte im Polizeianhaltezentrum Klagenfurt. Ein 23-jähriger Nigerianer wollte sich vermutlich erhängen, da seine Abschiebung aufgrund der Aschewolke auf Mai verschoben werden musste.

Seit Februar sitzen Schubhäftlinge aus Nigeria im Polizeianhaltezentrum ein. Sie hätten in dieser Woche endlich in ihre Heimat abfliegen sollen. "Durch den Vulkanausbruch hat sich der Flug aber verschoben – auf Mai", so Polizeijurist Walter Fischer.

Bei den Schwarzafrikanern sorgte das für Wirbel: Am Dienstagabend wollte sich ein 23-Jähriger mit einem Leintuch erhängen; zwei Zellengenossen halfen ihm offenbar auch noch. Als Polizisten einschritten, kam es zu einer heftigen Auseinandersetzung, bei der zwei Männer, darunter auch ein Beamter, verletzt wurden.

Fischer: "Abschiebungen werden vermehrt zum Problem, weil es kaum Flugplätze gibt und das natürlich auch menschlich sehr belastend ist – für die Betroffenen wie auch für die Fremdenpolizisten!"

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

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