27.06.2019 05:55 |

„Extrem respektlos!“

Heftige Kritik an Kardashians neuer Formwäsche

Reality-Star Kim Kardashian hat eine neue Formwäsche-Kollektion entworfen, die sie unter dem Namen Kimono an die Frau bringen will. Auf Instagram verkündete das dunkelhaarige Kurvenwunder: „Kimono ist mein Design von Formwäsche, die für Frauen auch wirklich funktioniert. So können sie ihre Körperziele verwirklichen.“ In Japan wird sie damit vermutlich wenig Erfolg haben. Denn von dort kommt heftige Kritik an der Wahl des Namens für das Label. Der Missbrauch des Begriffs Kimono sei „ignorant“ und „respektlos“.

Das Studium für das kalifornische Anwaltsexamen, das Großziehen ihrer vier Kinder, ihr Kosmetik-Business und ihre Reality-Show „Keeping Up With the Kardashians“ ist Kim Kardashian West offenbar noch nicht genug. Sie erweitert ihr Geschäftsimperium jetzt um eine Shapingwear-Linie. 

„Lösungswäsche“
Auf Instagram kündigte die für ihre schmale Taille bekannte 38-Jährige an: „Endlich kann ich euch das Projekt zeigen, an dem ich seit einem Jahr arbeitete. Kimono ist mein Design von Formwäsche, die für Frauen auch wirklich funktioniert. So können sie ihre Körperziele verwirklichen.“ Weshalb Kim ihre Kollektion auch als „Lösungswäsche“ bezeichnet.

„Lücke auf dem Markt“
Für ihr Design-Konzept hat Kardashian ihre eigenen Erfahrungen, wie sie ihren Körper äußerlich optimiert, einfließen lassen: „Seit 15 Jahren erlebte ich am eigenen Leibe, dass es auf dem Markt eine Lücke gibt. Wir mussten immer meine ganz spezielle Formwäsche zusammenschneidern.“

Das macht Kim jetzt auch für andere Frauen: „Wir kommen schon sehr bald mit Kimono auf den Markt!“

Empörung über Missbrauch des Begriffs
Warum sie die Teile ausgerechnet Kimono nennt, ist nicht verständlich. Viele Japaner sind empört über den frechen Diebstahl und den Missbrauch des Begriffs.

Der Name Kimono stünde in Japan für etwas komplett anderes. „Kimono ist die traditionelle Bekleidung Japans, und wir sind stolz auf die Geschichte und Kultur. Es tut mir leid, aber ich denke, dass die Wahl dieses Namens einfach ignorant ist“, schrieb eine Japanerin auf Twitter und kreierte den Hashtag #KimOhNo dazu.

„Das Wort gehört nicht Kim Kardashian“
Sheila Cliffe, Professorin der Jumonji Frauenuniversität im japansichen Niiza, erklärte gebenüber der BBC, dass ein Kimono genau das Gegenteil von körpernaher Shapewear sei. „Wenn Sie einen BH machen und ihn Sari nennen, werden die Menschen auch sehr verärgert sein. Es ist extrem respektlos. Der Kimono ist ein Ausdruck der japanischen Identität. Das Wort gehört nicht Kim Kardashian.“

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