Regional sorgten Kitzbühel (Minus 8,6 Prozent), Schwaz (-7,4%) und Kufstein (-6,3%) für den stärksten Kriminalitäts-Rückgang. Reutte (+8,7%) und Lienz (+8,5%) erhöhten dagegen die Zahl der Anzeigen. Innsbruck im Mittelfeld: 3.169 Anzeigen, -0,8%.
Die tirolweite Steigerung bei Delikten gegen Leib und Leben (7,4 %) geht weniger auf Gewalt als auf Unfälle zurück: Diese machen hier 60 Prozent aus und fallen unter "fahrlässige Körperverletzung". Die vorsätzlichen, zumeist schweren Körperverletzungen: 944 Anzeigen, +6,9%. Innsbruck ist hier das "heiße Pflaster": 24,3% mehr Körperverletzungen und Drohungen!
Landesweit gingen die Sittlichkeitsverbrechen um 11,5%, in Innsbruck gar um 54,7% zurück. "Wir hatten heuer aber noch keinen Kinderporno-Schwerpunkt. Die Zahlen könnten sich später verschlechtern", sagt Edelbert Kohler, stellvertretender Sicherheitsdirektor.
Die strafbaren Handlungen gegen fremdes Vermögen gingen tirolweit leicht zurück: 2.061 Fälle, -1,4%.
Und die Stadt Innsbruck? Leichter Rückgang der Anzeigen (um 38, -0,8%). Bei Straftaten gegen fremdes Vermögen gingen die leichteren Fälle (Ladendiebstähle) stark zurück (-18,5%). Erfreulich: Einbrüche in Wohnungen (-48,3%) und Einfamilienhäuser (-69,2%) gingen sogar sehr stark zurück. Allerdings stiegen in Innsbruck die Pkw- und Automateneinbrüche um 22,7% an.
Tirolweit stieg die Aufklärungsquote leicht auf 42,5 Prozent. Durch neuartige Ermittlungsverfahren wurden viel mehr Automaten- und Pkw-Einbrüche aufgeklärt. VP Sicherheitssprecher Rauch: "Insgesamt eine erfolgreiche Tiroler Polizei!"
Kronen Zeitung
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