"Umweltskandal!"

Schweinemast sorgt in der Politik für helle Aufregung

Burgenland
08.04.2010 18:20
Für helle Aufregung sorgt der geplante Ausbau eines Schweinemastbetriebes an der Landesgrenze in Lichtenwörth. "Ein Umweltskandal bahnt sich an", schlagen die Sozialdemokraten Alarm. Sie fordern von den zuständigen VP-Landesräten, das Projekt zu verhindern. "Die Regierungsmitglieder Werner Falb-Meixner und Michaela Resetar sehen tatenlos zu, wie die Trinkwasserversorgung von 150.000 Burgenländern riskiert wird", so SP-Abgeordneter Erich Trummer.

Stein des Anstoßes: In Lichtenwörth (Niederösterreich) nahe der Neufelder Brunnenanlagen will ein Landwirt seinen Mastbetrieb für 2.490 Schweine ausbauen. Tausende Säue werden bereits im Ortskern gehalten. Gülle und Reststoffe der Biogasanlage würden das Grundwasser gefährden, befürchten die Gegner. "Die VP muss eingreifen, anstatt sich hinter die Agrarindustrie zu stellen", fordert SP-Umweltsprecher Josef Loos.

Schriftliche Anfragen an Falb-Meixner und Resetar
Die roten Abgeordneten haben nun schriftliche Anfragen an Falb-Meixner und Resetar gerichtet. Sie unterstützen die von der Gemeinde Neufeld gestartete Initiative Grundwasser.

von Tina Blaukovics, Kronen Zeitung

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