Do, 20. Juni 2019
19.05.2019 08:51

Zahlreiche Mängel:

Aktion scharf gegen rollende „Zeitbomben“

Die Sicherheit auf den Straßen erhöht die Exekutive an diesem Wochenende mit einer Schwerpunktaktion. Dabei werden Busse, Lkw und Sattelschlepper genauestens unter die Lupe genommen. Bereits am ersten Tag entdeckten die Ordnungshüter teils gravierende Mängel und legten Schwerfahrzeuge an Ort und Stelle still.

Rund 20 hochqualifizierte Spezialisten der Exekutive sind seit Samstag in Nickelsdorf an zwei Kontrollstellen sowie in Rudersdorf im Einsatz. Ihre Aufgabe: Busse, Sattelschlepper und Klein-Lkw auf Verkehrssicherheit zu überprüfen. „Die eingesetzten Kollegen sind extra für diese besonders verantwortungsvolle Aufgabe geschult und verfügen über ein tiefgehendes technisches Wissen“, betont der Leiter der Landesverkehrsabteilung Oberst Andreas Stipsits gegenüber der „Krone“. Lange brauchten die Polizisten nicht zu warten, bis ihnen der erste Sünder unterkam: Im Akkord winkten die Beamten ein Schwerfahrzeug nach dem anderen heraus und nahmen es genau unter die Lupe. Was sie dabei entdeckten, ließ den Experten mitunter die Haare zu Berge stehen: schlecht gesicherte Ladung, unzureichend wirkende Bremsen, defekte Lenkungen. Stipsits: „Für eine Zwischenbilanz ist es noch zu früh, aber schon jetzt zeigt sich, wie wichtig derartige Aktionen im Sinne der Verkehrssicherheit auch an den Wochenenden sind.“

Zwar gilt seit Samstag 15 Uhr grundsätzlich ein Lkw-Fahrverbot, doch einerseits gibt es Ausnahmen, andererseits dürfen Autobusse und Klein-Lkw bis 7,5 Tonnen auch dann unterwegs sein. Eine Präferenz nach Herkunftsländern gibt es bei den Kontrollen übrigens nicht. Die Beamten entscheiden vielmehr nach dem ersten optischen Eindruck der Fahrzeuge, ob eine weitergehende Überprüfung erfolgt oder nicht. FP-Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig machte sich in Nickelsdorf persönlich ein Bild von der Arbeit der Exekutive: „Ich bin beeindruckt von dem, was hier geleistet wird. Die Vielzahl an Mängeln, die aufgedeckt wird, ist wirklich erschreckend.“ Die Inspektionen erfolgen von der Polizei gemeinsam mit Fachleuten der Asfinag beziehungsweise der Kfz-Prüfstelle des Landes. „Wir kommen im gesamten Jahr insgesamt auf 215 Tage, an denen wir kontrollieren“, unterstreicht Oberst Stipsits die Bedeutung der Arbeit der eingesetzten Kräfte. Auch heute, Sonntag, werden die Mitarbeiter der Exekutive wieder fleißig verdächtige Fahrzeuge aus dem Verkehr herauswinken. Stipsits: „Denn Sicherheit steht an oberster Stelle.“

Kronen Zeitung

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