Mi, 22. Mai 2019
07.05.2019 10:19

Todesursache unklar

Kärntner Tierdrama: „Rinder sterben nicht stumm!“

16 verendete Rinder in einem Stall in Feldkirchen (Kärnten)! Der Besitzer, ein 41-jähriger Landwirt, ist seit Freitag im Spital - als Angehörige nach seinen Tieren schauten, entdeckten sie das bereits stark verweste Vieh und riefen die Polizei.  Das Tierdrama erschüttert ganz Kärnten, die Todesursache wird erst nächste Woche feststehen. Auch der Hund des Landwirtes wurde tot aufgefunden. Tierschutzreferentin Beate Prettner will die Kontrollen erhöhen und ein Hilfsprojekt für Landwirte in Not vorantreiben.

Wie konnte das mitten im Ort passieren? Das fragt man sich mittlerweile in ganz Kärnten. „Kühe sterben nicht stumm“, betont Bezirkshauptmann Dietmar Stückler. „Nachbarn haben bei uns angerufen und versichert, dass sie nichts gehört haben“, berichtet Stückler. Viele nahmen an, dass der Landwirt seine Tiere längst verkauft hätte. Das Ergebnis der genauen Todesursachen wird erst nächste Woche vorliegen. „Aufgrund des Verwesungszustandes der Tiere dauert es länger“, erklärt der Bezirkshauptmann.

Auch die Männer der Feuerwehr Glanhofen, die mit Atemschutzmasken und Baggern die stark verwesten Kadaver aus dem Stall bergen mussten, stehen noch immer unter Schock. „Das war sicher der schlimmste Einsatz meines Lebens“, erzählt ein Feuerwehrmann. „Der Landwirt hat seine Tiere immer gut versorgt. Vor allem seinen Hund hat er geliebt“, berichtet ein Freund des Bauern. Doch: Auch der Border Collie wurde von einem Verwandten tot im Haus gefunden. Auch der Hundekadaver zeigte Verwesungsspuren.

Kärntens Tierschutzreferentin Prettner will nun das „Frühe Hilfen Projekt“ vorantreiben, um Landwirten bei Überforderung oder in Notsituationen unter die Arme greifen zu können. Auch die Kontrollen sollen von 250 jährlich auf 350 erhöht werden.

Claudia Fischer, Kronen Zeitung

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