Der Bestand der Großtrappen sei zur Brutzeit sowohl auf der Parndorfer Platte als auch am Heideboden in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Auf der Parndorfer Platte stieg die Anzahl der Tiere von neun im Jahr 2003 auf 21 im Vorjahr. Im österreichischen Teil des Heidebodens wuchs die Population von 34 im Jahr 2003 auf bis zu 102 Individuen 2009.
Kein Tourismus im Schutzgebiet
Um den Lebensraum für die Großtrappe zu erhalten, wird im Schutzgebiet auf Tourismus verzichtet. Von der ortsansässigen Bevölkerung, besonders Landwirten und Jägern, werde vor allem zur Brutzeit jede unnötige Störung vermieden, so Falb-Meixner. Im Rahmen des österreichischen Umweltprogrammes wurden von über 160 Landwirten bis zu 1.350 Hektar spezielle Trappenschutzflächen angelegt und bewirtschaftet. Der Landesjagdverband unterstützt das Projekt finanziell. Die Jäger beteiligen sich auch am Monitoring und melden entdeckte Brutplätze, um diese vor negativen Einflüssen zu schützen.
Im Rahmen des österreichischen LIFE-Projektes "Großtrappe" wurden zusätzlich rund 14 Kilometer 20kV-Leitungen erdverkabelt und insgesamt 76,5 km Hochspannungsleitungen markiert, so der Landesrat. Dadurch habe man die Gefahr der Kollision mit Freileitungen deutlich verringert.
Vom Aussterben bedroht
Die Großtrappe bevorzugt als Lebensraum offene, ungestörte Landschaften. Hähne erreichen ein durchschnittliches Gewicht von 15 bis 17 Kilogramm. In Österreich kommt sie nur im Nordburgenland - im Hansag sowie im Natura 2000-Gebiet Parndorfer Platte-Heideboden - und im nordöstlichen Niederösterreich - im Marchfeld und im westlichen Weinviertel - vor. Die Großtrappe steht auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten.
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