31.03.2019 13:42 |

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Trend hält an

Arbeitslosigkeit im März weiter gesunken: 4,8%

Im März hat es weniger Arbeitslose und weniger Personen in Schulungen des Arbeitsmarktservice (AMS) gegeben. Insgesamt waren rund 370.000 Menschen ohne Erwerbsarbeit. Die Zahl der Menschen ohne Job sank nach vorläufigen Zahlen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,4 Prozent auf 304.411 Personen. Die Zahl der Schulungsteilnehmer ging um 15,7 Prozent auf 64.568 zurück. Die Arbeitslosenquote nach Eurostat belief sich somit auf 4,8 Prozent (März 2018: 5,5 Prozent). Diese Daten gab das Sozialministerium am Sonntag bekannt.

In allen Branchen außer dem Tourismus ging die Zahl der Arbeitslosen zurück. Dort stieg sie minimal um 0,2 Prozent. Die Zahl der Lehrstellensuchenden stieg um fast 16 Prozent auf 5923. Die Zahl der gemeldeten offenen Lehrstellen wuchs um 21 Prozent auf 6109 an. Die Jugendarbeitslosigkeit nach Eurostat betrug 8,4 Prozent.

Anstieg nur in Vorarlberg
Vorarlberg war das einzige Bundesland, in dem die Zahl der Arbeitslosen anstieg - um 0,8 Prozent auf 8814 Menschen. Den kräftigsten Rückgang gab es im Burgenland mit einem Minus von zwölf Prozent auf 8552 Personen.

Auch in der Steiermark sank die Arbeitslosigkeit mit 11,9 Prozent zweistellig - und zwar auf 33.532 Arbeitslose. Die Zahl der offenen Stellen nahm in jedem Bundesland zu. Unselbstständig aktiv beschäftigt waren im ablaufenden Monat März 3,705 Millionen Menschen in Österreich. Das entspricht einem Plus von 2,2 Prozent oder 81.000 Personen gegenüber dem März 2018.

Hartinger-Klein: „Arbeitslose für Bedarf der Wirtschaft ausbilden“
„Es ist erfreulich, dass wir weiterhin mehr Menschen in Beschäftigung bringen können“, so formulierte es Arbeitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ). Die personalisierte Ausbildung durch das AMS sei der richtige Weg ist, meinte sie. Aber: „Bei aller Freude über die Entwicklung der Arbeitsmarktdaten müssen wir aber wachsam sein, dass wir die Arbeitslosen weiterhin für den Bedarf der Wirtschaft ausbilden.“

„Jetzt müssen wir mehr denn je die Rahmenbedingungen für Unternehmerinnen und Unternehmer verbessern“, hieß es von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP). „Es ist gerade dann, wenn sich die Konjunktur abschwächt, nicht egal, ob eine Regierung standortfreundliche Maßnahmen setzt.“

SPÖ: „Klein- und Mittelunternehmen entlasten“
Die SPÖ sorgte sich am Sonntag wegen einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und forderte von der ÖVP-FPÖ-Regierung Gegenmaßnahmen. Sie solle „so bald wie möglich ein Konjunkturpaket auf den Weg bringen, um dem abflauenden Wirtschaftswachstum rechtzeitig entgegenzutreten“. Zentraler Forderungspunkt der größten Oppositionspartei ist die steuerliche Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen.

Dabei gehe es um ein Volumen von 4,5 Milliarden Euro inklusive Ausgleich für die kalte Progression. Die zentrale Herausforderung für die Wirtschaftspolitik sei aber der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit, so SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner: „Der prognostizierte Budgetüberschuss muss schleunigst in die Menschen investiert werden, da sonst die Arbeitslosigkeit wieder steigen könnte, die auf einem zu hohen Niveau ist.“

„Krone“-Kommentar von Doris Vettermann
„Die Richtung stimmt.“ „Wir befinden uns auf einem hervorragenden Weg.“ So formuliert es die Regierung, die, wenig überraschend, über die jüngsten Ökonomie-Daten jubelt. Man könnte aber auch sagen: Türkis-Blau hat ein Riesenglück. In Zeiten einer günstigen Konjunktur regiert es sich einfach leichter, solange die Wirtschaftsstimmung gut ist, werden andere Dinge eher verziehen.

krone.at/Kronen Zeitung

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