Als kostenlose Selbstbedienungsläden dürften drei Slowaken Geschäfte in Wien angesehen haben. Denn anstatt ihre „Einkäufe“ zu bezahlen, suchten sie mit ihrer Beute das Weite. Burgenländische Polizisten stoppten das Trio schließlich im Zug Richtung Bratislava. Für viele unverständlich: Anzeige auf freiem Fuß!
Mit dem Zug waren die drei jungen Männer - 18, 19 und 20 Jahre alt - aus ihrer Heimat nach Wien gereist. Dort machten sie in mehreren Geschäften fette Beute: Spielsachen, Kleidung, Duftkerzen und Ähnliches im Gesamtwert von rund 1000 Euro. Nach getaner „Arbeit“ setzte sich das Trio seelenruhig wieder in den Zug Richtung Grenze. Doch dort kamen die Burschen einer Polizeistreife verdächtig vor. „Unsere Kollegen kontrollierten die Personen, weil sie auffällig viele Taschen und Plastiksackerln dabei hatten“, schildert ein Sprecher.
Doch für den Inhalt konnten die Slowaken keine Rechnungen vorweisen. Deshalb wurden die Kriminaltouristen zur Vernehmung auf den nächstgelegenen Posten gebracht. Kontrollinspektor Johannes Kollmann: „Dort gaben sie zu, die sichergestellten Gegenstände in Wien gestohlen zu haben, um sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.“ Nach dem Verhör wurden die Verbrecher mit einer Anzeige in der Tasche auf freien Fuß gesetzt. Ein Insider aus Justizkreisen: „Das ist ja wie eine Einladung für Kriminelle, nach Österreich zu kommen!“
Kronen Zeitung
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