"Es ändert sich nix"

Ivanschitz trägt Nicht-Nominierung mit Fassung

Burgenland
24.02.2010 15:48
So elegant er sich auch durch die deutsche Bundesliga zangelt und die Wadlbeißer der gegnerischen Klubs damit reihenweise in den Wahnsinn treibt - für ÖFB-Teamchef Didi Constantini ist Mainz-Spielmacher Andi Ivanschitz offenbar noch immer nicht gut genug. Auch für das freundschaftliche Länderspiel gegen Dänemark nächsten Mittwoch wird der Baumgartner nicht im Kader der Nationalmannschaft stehen, wie Constantini am Mittwoch bekannt gab. Ivanschitz selbst reagierte auf die Nicht-Nominierung - ganz Profi - ziemlich relaxed.

"Für mich ändert sich ja dadurch nichts", erklärt er gegenüber bgld.krone.at, als wir ihn in Mainz am Telefon erreichen. Wenngleich er "natürlich enttäuscht" sei, werde er dem Thema aber weiterhin mit "der nötigen Professionalität" begegnen.

"Konzentriere mich weiterhin auf Mainz"
Wie er Constantinis These bewerte, wonach sich die deutsche Bundesliga ob der Leistungsexplosion von Andi Ivanschitz hinterfragen müsse? "Ich hab' das Interview auch gelesen und registriert, dass Constantinis Aussagen in Deutschland hohe Wellen geschlagen haben", sagt Ivanschitz, "aber sehr berührt haben mich seine Worte nicht. Ich werde mich eben weiterhin voll und ganz auf Mainz konzentrieren." Körperlich sei er jetzt wieder fit, nachdem es in der letzten Runde gegen Bochum aufgrund einer Erkrankung nur zu einem Kurz-Einsatz gereicht hatte.

Die Kraft wird Ivanschitz brauchen, wartet am Samstag doch mit Werder Bremen ein echter Brocken auf die Truppe von Coach Thomas Tuchel. In Ehrfurcht erstarren will Ivanschitz vor dem Heimspiel gegen Bremen allerdings nicht. Denn: "Immerhin sind wir zu Hause ungeschlagen".

Trimmel ist dabei
Ein anderer Burgenländer hat es hingegen ins Team geschafft: Der Mannersdorfer Christopher Trimmel, zuletzt Torschütze beim 2:2 Rapids in Wiener Neustadt, wurde von Constantini für das Ländermatch gegen Dänemark in den Kader einberufen.

"Eine Super-Chance"
"Ich war schon ein bisschen überrascht", erklärt Trimmel gegenüber bgld.krone.at, "weil ich gestehen muss, dass ich in der Herbstsaison nicht meine absolute Topform gehabt habe." Schämen will er sich für die Nominierung aber nicht: "Ich glaube, dass ich eine gute Vorbereitung gespielt habe. Constantini war ja auch bei uns im Trainingslager in der Türkei und hat mit Trainer Pacult viel gesprochen." Es sei eine weitere "Super-Chance" für ihn, gegen Dänemark wieder international aufzeigen zu können.

Gegen Salzburg will Trimmel mit Rapid voll punkten
Zur brisanten Causa Ivanschitz lässt er sich nicht aus der Reserve locken. "Das ist ganz allein die Sache des Teamchefs", so Diplomat Trimmel. Angesprochen auf das nächste Match mit seinem Klub Rapid gegen Tabellenführer Salzburg am Sonntag in "St. Hanappi" ist es mit der Trimmel'schen Diplomatie aber schnell vorbei. "Vor vollem Haus erwarte ich mir auf jeden Fall drei Punkte", posaunt er. Mit oder ohne Trimmel in der Startformation? "Das kann ich nicht sagen, immerhin ist ja Jelavic auch wieder fit..."

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