Kein "Wild-West-Stil"

Gastronomen bitten um mehr Fairness bei Kontrollen

Burgenland
22.02.2010 14:22
Die Vertreter der burgenländischen Gastronomen fordern mehr Fairness im Umgang mit den Betrieben seitens der Behörden. Probleme rund um das Tabakgesetz, die Getränkesteuer und die Konkurrenz durch Veranstaltungszentren werden beklagt. Außerdem verwehrt man sich gegen Kontrollen in "Wild West-Manier", so Spartengeschäftsführer Franz Perner am Montag bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt: Bei diesen Kontrollen würden derzeit gesetzliche Richtlinien nicht eingehalten.

Das Dauerbrenner-Thema Tabakgesetz stellt auch in den nächsten Monaten ein Problem für die burgenländische Gastronomie dar. Die Übergangsfristen für die Umbauarbeiten in den Betrieben enden am 1. Juli 2010. Ein neuer Beraterpool der Wirtschaftskammer soll den Gastronomen nun mit Rat und Tat zur Seite stehen, um zu vermeiden, "dass fehlende Informationen oder schlechte Vorbereitung eventueller Umbaumaßnahmen unnötig Geld kosten", so Helmut Tury, Obmann der burgenländischen Gastronomie.

Heftige Kritik an Durchführung von Kontrollen 
Besonders problematisch stellen sich für die Gastronomen momentan die anstehenden Kontrollen dar. "Die Betriebe haben grundsätzlich nichts gegen Kontrollen, wenn sie auch unangenehm und überraschend sind", so Perner. Kritisiert wird allerdings, dass die Kontrolleure weder die gesetzlichen Richtlinien einhalten, noch die Unternehmer über ihre Rechte informieren würden.

"Die Art der Kontrollen verunsichert vor allem auch die Gäste", so Tury. Bei Überprüfungen in Lokalen würden auch bei Gästen Ausweiskontrollen durchgeführt – mit der Begründung: "Es könnte ja ein Schwarzarbeiter schnell die Schürze abgenommen haben", erklärte Perner. Beide fordern daher bei Kontrollen "mehr Feingefühl".

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