"Als wir um vier Uhr in der Früh auf Patrouille zur Raiffeisenbank kamen, fiel uns ein silberner Peugeot 407 mit burgenländischem Kennzeichen auf, der vor dem Geldinstitut geparkt war. Gewöhnlich hat dort in der Nacht niemand etwas verloren", erzählen der 18-jährige Rekrut Stefan Samhaber aus Mödling (NÖ) sowie sein Korporal Josef Malischits (38) aus Klingenbach.
Aufgescheuchtes Trio rast in Richtung Ungarn
Als einer der Verdächtigen im Auto die Soldaten bemerkte, dürfte er seine Komplizen via Handy vom Auftauchen der bewaffneten Streife verständigt haben. "Plötzlich stürmten zwei Maskenmänner aus dem Foyer und stiegen in den Fluchtwagen. Dann raste das Trio in Richtung Ungarn davon."
Auf einer Länge von sieben Metern hatte die Bande zuvor eine mit Benzin getränkte Hanflunte zum Tresor gelegt und die Glastür mit einem Schraubenzieher aufgespreizt. Unter dem Geldausgabefach war mit einem Akku-Schrauber ein Loch in den Automaten gebohrt worden, per Schlauch strömte Schweißgas in den Apparat. Die Öffnungen waren mit Plastilin abgedichtet.
Zusammenhang mit Coup in Mönchhof wahrscheinlich
Die gefährliche Situation erkennend alarmierten die beiden Soldaten umgehend Polizei und Feuerwehr – diese rückten mit dem Entschärfungsdienst bzw. mehreren Einsatzkräften an. Trotz Alarmfahndung gelang dem Bankomaten-Trio in dem gestohlenen Auto die Flucht. "Die Bande hat am 23. Jänner versucht, eine Bank in Mönchhof zu sprengen", so ein Ermittler.
von Florian Hitz und Christian Schulter (Kronen Zeitung) und krone.at
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