Die betroffenen Gemeinden hatten im Vergleich zur Volkszählung 2001 einen Einbruch bei der Entwicklung der Einwohnerzahl hinnehmen müssen. Sie erhielten bereits 2009 weniger Abgabenertragsanteile. Als Ausgleich für den Entfall der Ertragsanteile zahlt das Land 420 Euro pro Einwohner, um den die Bevölkerungszahl abgenommen hat. Als Beispiel nannte Bieler Güssing, wo die Einwohnerzahl im Vergleich zu 2001 um 134 Personen zurückging. Die südburgenländische Stadt erhält somit 56.280 Euro Ausgleichszahlungen vom Land.
Keine rosigen Perspektiven
"Sowohl das Land mit einem Minus von rund 38 Millionen Euro bei den Ertragsanteilen 2009 als auch die Gemeinden mit minus fünf Millionen Euro leiden stark unter den durch die Wirtschaftskrise bedingten Steuerausfällen", so Bieler: "Auch die Prognosen für 2010 sehen nicht rosig aus, die Mindereinnahmen steigen weiter." Nach Regionen betrachtet, fließt der höchste Betrag mit 449.820 Euro in Kommunen im Bezirk Oberpullendorf. Der kleinste Anteil an den Ausgleichszahlungen entfällt mit insgesamt 55.440 Euro auf Gemeinden im Bezirk Eisenstadt-Umgebung.
Zufrieden mit den bevorstehenden Ausgleichszahlungen zeigte sich der Sozialdemokratische Gemeindevertreterverband (GVV). Man sehe die Unterstützung sozusagen als "kleines zusätzliches Kommunalpaket für 89 Gemeinden", so GVV-Präsident Ernst Schmid.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.