Fr, 24. Mai 2019
08.02.2019 13:40

Maduro lehnt Hilfe ab

US-Hilfsgüter erreichen venezolanische Grenze

Die ersten Hilfslieferungen der US-Entwicklungsbehörde USAID haben die Grenze zum krisengebeutelten Venezuela erreicht. Es handle sich dabei um zehn Lastwagen, die rund 100 Tonnen Lebensmittel, Medizin sowie Hygieneartikel geladen haben. Die Güter wurden in ein Lager nahe der auf venezolanischer Seite blockierten Tienditas-Brücke gebracht, teilte der kolumbianische Katastrophenschutz mit.

Venezuelas selbst ernannter Interimspräsident Juan Guaido will die über USAID zur Verfügung gestellte Hilfe in den kommenden Tagen nach Venezuela schaffen lassen. Weitere Lieferungen sollen im ebenfalls benachbarten Brasilien sowie auf einer Karibikinsel - laut Medienberichten ist es Puerto Rico - zum Transport in das südamerikanische Land bereitgestellt werden.

Staatschef Maduro wittert Vorwand für US-Intervention
Der venezolanische Staatschef Nicolas Maduro lehnt dies allerdings weiter ab. Auf einer Veranstaltung vor seinen Anhängern erklärte er in der Hauptstadt Caracas, in seinem Land existiere keine humanitäre Krise. Dies sei bloß ein Vorwand für eine US-Intervention.

So steht es auch in einem Brief „an das amerikanische Volk“, den Maduro an das Weiße Haus schicken will. „In diesen Tagen entscheidet sich die Zukunft unserer Länder zwischen Krieg und Frieden“, heißt es in dem Schreiben, für das der Linksnationalist nach eigenen Angaben Millionen Unterschriften seiner Landsleute gesammelt hat.

Bereits vor Tagen hatten venezolanische Behörden die Tienditas-Autobahnbrücke mit dem Auflieger eines Tanklastzugs und zwei Containern gesperrt. Im Machtkampf mit Maduro rief Guaido die Soldaten an der Grenze auf, die Hilfslieferungen durchzulassen. Wegen fehlender Devisen kann das einst reiche Erdölland kaum noch Lebensmittel und Medikamente importieren.

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