Was ist der 32-jährige Brasilianer eigentlich? Ein reuiger Sünder, der sich weinend an die Fotos seiner Kinder klammert und dem seine Tat leid tut. Oder ein brutaler Täter mit hoher krimineller Energie, der nur nicht ins Gefängnis will?
Weil seine Tochter krank war und er kein Geld hatte, um es seiner Frau heim zu schicken, kam der Eisenbieger, der seit 2006 in Kärnten lebt, auf die Idee zu dem Überfall.Schal, Mütze, und Messer lagen im Firmenauto; ebenso der Diesel in der Colaflasche.
Frau noch immer traumatisiert
Die Kellnerin bedrohte der 32-Jährige erst mit dem Meser, dann schüttete er ihr den Diesel auf die Hose. "Ich war so geschockt, dass ich gar nicht auf die Idee kam, den Alarmknopf zu drücken." Die Frau ist noch immer traumatisiert.
"Wollte mich entschuldigen"
Auch ein Gast, der den Räuber, der mit 1.700 Euro fliehen wollte, aufhielt, wurde angespritzt. Draußen warf der Täter die Kleidung weg und ging in die Kirche. "Dann wollte ich zurück, mich entschuldigen, aber da war die Polizei." In der Haft bittet er das Opfer brieflich um Verzeihung.
Erst Wochen später wurde wegen eines anderen Delikts eine DNA-Probe vom Brasilianer genommen; sie passte zu der auf der Mütze.
Strenge Bestrafung
Zwecks Generalprävention verlangte Staatsanwältin Ines Küttler-Pick eine strenge Bestrafung. Richter Christian Liebhauser-Karl: "Weil sich Überfälle auf Wettlokale häufen, müssen wir entsprechend handeln." Das Urteil - sieben Jahre Haft wegen schweren Raubes und schwerer Nötigung ist noch nicht rechtskräftig.
"Kärntner Krone"
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