70 Beamte verletzt

Polizisten werden immer öfter Opfer von Gewalt

Kärnten
13.02.2010 17:33
Respekt vor dem "Freund und Helfer"? Fehlanzeige! Bei Einsätzen werden in Kärnten immer öfter Polizisten zum Ziel von Attacken. Weil die Gewaltbereitschaft vor allem bei Jugendlichen ansteigt, mussten im Vorjahr 70 Beamte in den Krankenstand. Die Polizei fordert härtere Strafen.

Wie wild geht eine Gruppe Jugendlicher in Klagenfurter auf zwei Beamte los, eine Bande verletzt in Feldkirchen so viele Polizisten, dass die Einsatzeinheit zur Unterstützung angefordert werden muss. "Früher waren die Beamten Respektspersonen, heute darf sich ein Polizist nicht mehr alleine auf die Straße trauen", schildert Helmut Treffer von der Polizeigewerkschaft Kärnten. Er spricht von mehr als 100 Polizisten, die pro Jahr nach Gewaltattacken im Dienst fehlen – die Personalabteilung der Polizei bestätigt, dass 2009 kärntenweit 70 Beamte wegen "fremder Gewalt" in den Krankenstand mussten. Acht Polizisten wurden sogar schwer verletzt. 

"Gesamtgesellschaftliches Problem"
Landespolizeikommandant Wolfgang Rauchegger: "Oft drehen Jugendliche bei eigentlich unspektakulären Amtshandlungen durch. Dass die Gewaltbereitschaft zunimmt, ist ein gesamtgesellschaftliches Problem."

Polizei will härtere Strafen
Die Polizeigewerkschaft fordert jetzt auch härtere Strafen, die Jugendliche abschrecken sollen. "Kommen die Straftaten vor Gericht, gibt es meistens einen außergerichtlichen Tatausgleich", so Treffer. Und das sei der falsche Weg: Weil die Täter in diesen Fällen nur einen Geldbetrag zahlen müssen, sei das wie ein Freibrief.

von Thomas Leitner, Kronen Zeitung

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