Eine zweite Volksbefragung am 21. März in den Bezirken Oberwart, Güssing und Jennersdorf sei im Falle einer Absage der Eberauer nicht mehr durchzuführen. Das Projekt Erstaufnahmezentrum im Burgenland sei dann gestorben, so Steindl. Das Projekt überfordere aufgrund seine Größe die Region und sei so sensibel, dass die Bevölkerung jedenfalls eingebunden werde müsse, bekräftigte er.
Gleichzeitig warf er Landeshauptmann Hans Niessl (SP) vor, sich aus der Verantwortung stehlen zu wollen. Die Pläne für das Erstaufnahmezentrum Süd seien im Regierungsprogramm festgeschrieben und Niessl sei auch Vorsitzender der Landeshauptleute-Konferenz gewesen. "In beiden Gremien hat er die Position des Burgenlands nicht richtig kommuniziert", meinte Steindl. Er appellierte an die Eberauer von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen.
"Täglich andere Statements und Meinungen zum Thema Asyl"
Der SPÖ Burgenland ist die bloße Akzeptanz des Ergebnisses zu wenig. Niessl meinte, das sei selbstverständlich, und Steindl solle sich lieber dafür einsetzen, dass der Baubescheid zurückgenommen werde. SP-Landesgeschäftsführer Robert Hergovich sprach von einem "Tohuwabohu". Er traue Steindl und Innenministerin Maria Fekter (VP) nicht, da "fast täglich andere Statements und Meinungen zum Thema Asyl" innerhalb der ÖVP fallen würden.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.