18.01.2019 10:04 |

Beobachtung nach Crash

Prinz Philip: Ärzte in Sorge um seine Gesundheit

Der Schock nach dem Autounfall von Prinz Philip sitzt noch immer tief: Weil er beim Abbiegen von der Sonne geblendet wurde, wurde der Landrover des Duke of Edinburgh von einem anderen Auto abgeschossen, kam ins Schleudern und blieb auf der Seite liegen. Zwar blieb der 97-Jährige Gatte von Queen Elizabeth II. unverletzt, die Ärzte halten ihn aber dennoch unter strenger Beobachtung. Der Grund: Sie fürchten verspätete Symptome, etwa innere Blutungen.

Nach seinem Autounfall geht es Prinz Philip den Umständen entsprechend, berichtet der „Mirror“. Zwar habe der Duke of Edinburgh den Crash mit seinem Landrover nahe dem Landsitz der Queen in Sandringham unverletzt überstanden, dennoch wolle man den 97-Jährigen in den nächsten Tagen ärztlich strengstens überwachen, heißt es. Grund dafür sei eine Vorsichtsmaßnahme. Denn nach Autounfällen wie diesen - Prinz Philips Landrover wurde aufgrund der Wucht des Aufprals umgeworfen - können verspätete Symptome, etwa innere Blutungen, auftreten. 

„Risiko besteht in den nächsten 24 bis 48 Stunden“
„Sie müssen ihn über Nacht im Auge behalten, da das Risiko in den nächsten 24 bis 48 Stunden besteht“, erklärte Dr. Nick Scriven, Präsident der „Gesellschaft für akute Medizin“ der britischen Zeitung. „Bei jedem Unfall wie diesem besteht die Gefahr einer Gehirnerschütterung oder sogar eines subduralen Hämatoms nach einer Kopfverletzung“, klärt der Mediziner weiter auf. Außerdem ist er sich sicher: „Dies ist kein unbedeutendes Ereignis für einen 97-Jährigen.“

Und auch sonst könnte der Unfall für Prinz Philip Spätfolgen haben. „Wenn er durch starke Blutergüsse in seiner Beweglichkeit eingeschränkt wird, wird es wohl eine Zeit dauern, bis er seine Stärke und Fitness zurückerlangt“, klärt Dr. Scriven weiter auf. „Menschen, die sich nicht bewegen, verlieren schnell ihre Fitness.“

Auch Gefahr für Infektionen steigt
Besonders in Prinz Philips stolzem Alter - im Juni feiert der Duke of Edinburgh bereits seinen 98. Geburtstag - würden einige Tage, an denen man sich nicht bewegt, dazu führen, dass man zwei bis drei Wochen braucht, um seine ursprüngliche Beweglichkeit zurückzuerlangen. „Und dann besteht noch die Gefahr einer Infektion für jede ältere Person, die bettlägerig ist, ganz besonders dann, wenn sie Schmerzen haben“, so der Mediziner weiter.

„Meine Beine!“
Der 75-jährige Anwalt Roy Warne, der mit seiner Frau zufällig an der Unfallstelle vorbeigekommen sei, leistete erste Hilfe, half unter anderem, Prinz Philip aus seinem Wagen zu ziehen. Der britischen „Sun“ schilderte er: „Ich bin zu den Fahrzeugen hingelaufen. Bei dem einen rauchte es heraus - ich hatte schon Angst, es explodiert. Am Rücksitz saß ein weinendes Baby.“

Dann sei er zu dem auf der Seite liegenden Landrover hin und habe dabei geholfen, den zunächst eingeklemmten Prinz Philip aus dem Wrack zu befreien: „Meine Beine, wohin soll ich mit meinen Beinen?“, habe der Duke gerufen. Gemeinsam habe man geschafft, Prinz Philip aus dem Auto zu holen. „Ich habe nach unten geschaut und hatte Blut des Prinzen an meinen Händen“, so Warne.

Der „männliche Fahrer des Landrover“ sei unverletzt geblieben, die Fahrerin des Kia habe Schnittverletzungen erlitten, bestätigte die Polizei den Unfall, ohne Prinz Philip zu nennen. Ihre Beifahrerin sei am Arm verletzt worden. Von einem Baby ist in der Polizeimeldung nicht die Rede. Bei beiden Fahrern sei ein Alkoholtest durchgeführt worden, aber negativ verlaufen. 

Das britische Königspaar verbringt die Zeit um den Jahreswechsel traditionell in Sandringham, in der ostenglischen Grafschaft Norfolk. Dort feiern die Royals auch Weihnachten und Neujahr.

Daniela Altenweisl
Daniela Altenweisl

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