13.01.2019 19:29 |

„Bird Box-Challenge“

Blind durchs Leben: Was macht man nicht für Likes

Eine Frau stürzt über die Stiege, ein Kind rennt gegen die Wand, ein Junge verbrennt sich am Herd: Kein Wunder; sie alle sehen nämlich nichts. Die „Bird Box-Challenge“ ist gefährlich! Unglaublich, was Menschen für „Likes“ alles machen: Sie versuchen, den Alltag „blind“ zu meistern.

Ansporn für diese Aktionen ist die „Bird Box“-Challenge“. Nach dem gleichnamigen Netflix-Thriller, in dem Sandra Bullock mit verbundenen Augen vor dunklen Mächten fliehen muss. Solche „Herausforderungen“ gab es schon öfter. Und manche, wie die „Ice Bucket Challenge", bei der sich übrigens auch Kärntner mit Eiswasser überschütteten, dienten sogar karitativen Zwecken.

Über den derzeitigen Hype wird im Internet aber nicht nur gelacht sondern auch heftig gestritten und natürlich gehetzt - immerhin bringen Menschen nicht nur sich, sondern auch andere in Gefahr. Darunter auch Kinder. Ein Kärntner Psychologe nennt es ein „Phänomen der Popkultur“. Die „Challenges“ eskalieren deshalb, weil sie im Netz eine weitere Verbreitung finden als die altbekannten Mutproben damals im Schulhof.

Zuletzt sah Netflix sich sogar genötigt, zu warnen. „Ich kann nicht glauben, dass ich das sagen muss: Verletzt euch bitte nicht bei dieser Challenge“, schrieb ein Vertreter des Streaminganbieters an die Kunden.

Ein Beitrag im Netz sticht aus allen anderen heraus; jener der Dublin Firebrigade. „Überlasst das den Profis; wir trainieren, um auch bei null Sicht klarzukommen.“, schreiben sie. „Finden wir Opfer dieser Challenge, werden wir helfen. Wir versprechen aber nicht, keine Miene zu verziehen!“

Serina Babka
Serina Babka
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